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RAWCaptureBooth Anwenderhandbuch
Version 3.26.0

Systemeinstellungen

Der Sammelpunkt für alles, was diese Fotobox als Gerät betrifft.

Einrichtung#

Die Liste, die durch die erste Einrichtung führt — beschrieben unter Erster Start.

Bauform#

Fotobox oder Fotospiegel - beschrieben unter Fotospiegel.

Admin-Zugang#

Alles, was den Weg in den Admin-Bereich betrifft: die PIN, die automatische Abmeldung und die versteckte Fläche unten links am Bildschirm, über die der Anmeldedialog aufgeht.

Solange die Werksvorgabe 0000 gilt, kommt jeder hinein. Für die versteckte Fläche lässt sich eine Druckdauer einstellen — sie muss dann einige Sekunden gehalten werden, damit ein Gast sie nicht zufällig trifft.

Die automatische Abmeldung zählt ab der letzten Aktivität. Ist "Eingaben verlängern die Anmeldung" eingeschaltet — so kommt die Fotobox aus dem Werk —, zählen dabei auch Tastatur, Maus und Berührungen. Ausgeschaltet zählt nur, was tatsächlich gespeichert oder geladen wird; wer länger in einem Feld schreibt, wird dann mitten in der Arbeit abgemeldet.

Automatisches Speichern#

Ist der Schalter an, wird jede Änderung sofort übernommen und die Speichern-Buttons verschwinden; das gilt auch für den Layout-Editor.

Nicht betroffen sind Buttons, die etwas auslösen statt zu speichern — Testdruck, Werksreset, Cloud-Upload nachholen und Ähnliches. Die brauchen weiterhin einen bewussten Klick.

EinstellungBedeutung
Nur den gewählten UnterbereichEs wird ein Unterbereich gezeigt; gewechselt wird über Seitenleiste oder Suche
Alle untereinanderDie frühere Darstellung: alle Unterbereiche eines Menüpunkts untereinander

Dazu: welcher Bereich beim Öffnen erscheint, ob Akkordeons auf- oder zugeklappt starten und ob die Buttons für Bildschirmtastatur und Layout-Editor sichtbar sind.

Zuletzt betrachteten Bereich wieder öffnen führt beim Wiederbetreten an dieselbe Stelle zurück, an der der Admin-Bereich verlassen wurde. Das gilt nur, solange die Anmeldung läuft — nach dem Abmelden und nach Ablauf der Sitzung erscheint wieder der eingestellte Standardbereich.

Anzeige & Skalierung#

Die Gäste-Bildschirme sind für Full HD gestaltet — 1920 × 1080 quer, 1080 × 1920 hochkant. Die Fotobox rechnet diese Größe auf ihr eigenes Fenster um: Auf einem kleineren Bildschirm wird alles entsprechend kleiner, auf einem größeren größer. Dafür ist nichts einzustellen.

Die erste Zeile im Bereich nennt, was dabei herauskommt — wie groß das Fenster der Fotobox ist und auf wie viel Prozent die Oberfläche dort läuft. Auf einem Bildschirm mit 1920 × 1080 sind das 100 Prozent, auf einem Microsoft Surface mit 200 Prozent Anzeigeskalierung in Windows rund 71 Prozent.

Referenzbreite und Referenzhöhe darunter sind etwas anderes: Sie halten die Auflösung des angeschlossenen Bildschirms fest und legen damit das Format der Bearbeitungsfläche in den Bildschirm-Editoren. Die Fotobox ermittelt sie beim Start selbst und zieht sie nach, wenn der Bildschirm gewechselt wird. Wer sie sofort haben will, klickt "Vom Bildschirm übernehmen" — der Button erscheint nur, wenn hinterlegte und gemessene Auflösung auseinanderlaufen. Zugeklappt zeigt der Bereich dann "Bildschirm geändert". Auf die Größe der Oberfläche wirken diese Werte nicht.

Passt die Umrechnung auf einem bestimmten Bildschirm ausnahmsweise nicht, hilft "Manuell (fixer Zoomfaktor)" mit einem selbst gewählten Wert.

"Livebild-Anzeige" darunter betrifft nur das Kamerabild: ob es bildschirmfüllend läuft und wie viel Rand dabei bleibt. Buttons und Texte bleiben davon unberührt.

Grafikbeschleunigung#

Die Oberfläche wird von der Grafikkarte gezeichnet. Das ist die Werkseinstellung und in aller Regel die richtige: Bildläufe im Admin-Bereich und im Layout-Editor laufen doppelt so flüssig, Übergänge und Videos ruckeln nicht, und der Prozessor bleibt frei für Kamera, Verarbeitung und Upload.

Der Haken "Grafikbeschleunigung abschalten" ist der Notausgang für Geräte, deren Grafiktreiber die Anzeige verstümmelt. Erkennbar ist das an einem völlig schwarzen Livebild bei einwandfreien Fotos oder an schwarzen Flächen, Streifen und stehenden Bildern in der Oberfläche. Nach dem Setzen ist die Software neu zu starten; danach zeichnet wieder der Prozessor, und die Anzeige wird spürbar träger.

Unter dem Haken steht, worüber die geöffnete Anzeige gerade zeichnet. Wird der Admin-Bereich von einem Tablet im Netzwerk aufgerufen, gilt die Angabe für dieses Tablet.

Voraussetzung ist eine aktuelle Anzeige-Engine: "Microsoft Edge WebView2 Runtime", geprüft mit Version 153.0.4234.32. Sie hält sich normalerweise selbst aktuell; ihre Version steht in den Windows-Einstellungen unter "Apps" > "Installierte Apps". Ist sie deutlich älter, hilft eine Neuinstallation der Runtime von der Microsoft-Website.

Timeouts & Fehlermeldungen#

Nach diesen Zeiten bricht die Software einen Schritt ab, der nicht antwortet, und zeigt eine Fehlermeldung. Sie sind eine Notbremse gegen Hängenbleiben, keine Wartezeit für Gäste.

Anzufassen sind sie nur, wenn im Betrieb Schritte abbrechen, die eigentlich funktionieren: eine langsame Kamera, ein schwacher Rechner oder eine dünne Mobilfunkverbindung brauchen länger als die Vorgabe. Zu knapp gesetzt verwirft die Box laufende Aufnahmen und Übertragungen ohne Not.

Die Werte hängen an Kamera, Rechner und Netz und gelten deshalb für alle Events.

Online-/Offline-Modus#

Schaltet die Box bewusst in den Offline-Betrieb. Der Bereich listet auf, was dann nicht angeboten wird — Cloud-Upload, Mailversand, QR-Codes zum Web-Fotoalbum und die KI-Porträts. Letztere brauchen einen Anbieter im Internet: Im Offline-Modus erscheint weder die Stilauswahl noch die Kachel des KI-Modus, und eine laufende Sitzung liefert das Bild ohne Stil statt in eine Wartezeit zu laufen.

Fällt das Netz mitten in der Feier aus, ist keine Zeit, den Bereich zu suchen. Derselbe Schalter liegt deshalb oben im Menü des Admin-Bereichs, unter "Automatisch speichern", und schaltet dort sofort um. Wer den Admin-Bereich gar nicht öffnen will, findet ihn zusätzlich im Schnelleinstellungs-Menü der Fotobox.

Fernverwaltung#

Die Software meldet ihren Zustand an einen Webserver und nimmt von dort Befehle entgegen.

EinstellungBedeutung
Fernverwaltung aktivierenDer Grundschalter
Webserver"RAWCaptureBooth-Webserver" oder "Selfhosted-Webserver" für einen eigenen
EinrichtungsschlüsselWird im Management-Portal eingetragen, damit die Box dem eigenen Konto zugeordnet wird
Serveradresse und API-SchlüsselNur beim eigenen Webserver
Melde-AbstandZwischen 10 und 3600 Sekunden
FernwartungsprogrammWas der Befehl "Fernwartung starten" öffnet, etwa TeamViewer oder AnyDesk

Gemeldet werden Zustand und Auslastung des Rechners, Zähler, aktivierte Funktionen und aufgetretene Fehler — keine Bilder.

Fernzugriff auf die Oberfläche#

Die Bedienoberfläche dieser Fotobox lässt sich aus der Ferne im Browser öffnen — auch dann, wenn die Box im WLAN eines Gasthauses oder hinter einem Mobilfunk-Router steht. Weder VPN noch eine Portfreigabe sind nötig.

Sinnvoll ist das, wenn während einer Veranstaltung etwas nachgestellt werden soll, ohne hinzufahren: ein Layout tauschen, den Drucker prüfen, einen Zähler zurücksetzen.

Voraussetzung#

Eingerichtet wird der Fernzugriff nicht an der Fotobox, sondern dort, wo sie ihren Zustand meldet: im Management-Portal beziehungsweise im Backend des eigenen Webservers. Dort entsteht je Gerät eine eigene Adresse. Die Software übernimmt sie bei ihrer nächsten Meldung von selbst.

An der Fotobox bleibt nur der Grundschalter (Admin-Bereich "Fernverwaltung" > "Fernzugriff auf die Oberfläche"). Ohne ihn lässt sich keine Verbindung öffnen.

Im Betrieb#

Der Zugang steht nicht dauerhaft offen, sondern wird einzeln geöffnet und schließt sich nach der eingestellten Zeit von selbst — voreingestellt sind vier Stunden. Öffnen lässt er sich an der Fotobox oder aus der Ferne; das Abzeichen im Kopf des Bereichs zeigt an, solange etwas offen steht.

Wer aus der Ferne öffnet, wartet einen Melde-Abstand ab: Die Software holt den Befehl erst bei ihrer nächsten Meldung ab.

Zugriff aus dem Netzwerk#

Steht die Fotobox in einem Netzwerk, erreicht sie jedes andere Gerät dort über ihre Adresse im Browser — ein Tablet, ein Handy, der Laptop am Nebentisch. Dieser Bereich legt fest, was diese Geräte dort bedienen dürfen (Admin-Bereich "Fernverwaltung" > "Zugriff aus dem Netzwerk").

Ab Werk kommt aus dem Netzwerk nur die Galerie für externe Geräte durch. Bedienoberfläche und Admin-Bereich bleiben dem Bildschirm der Fotobox vorbehalten, bis sie hier freigegeben werden.

Die vier Bereiche#

BereichAdresseAb Werk
Galerie für externe Geräte/galerieoffen, sobald die Galerie eingeschaltet ist
Bedienoberfläche/gesperrt
Admin-Bereich/admingesperrt
Aufladestation (Guthaben)/guthabengesperrt

Die Galerie hat keinen eigenen Schalter in diesem Bereich — sie wird dort ein- und ausgeschaltet, wo sie hingehört (Admin-Bereich "Galerie" > "Galerie auf externem Gerät"). Angezeigt wird hier nur, wie sie gerade steht.

Die Aufladestation zeigt allein die Seite zum Aufladen von Guthaben — für ein Tablet am Eingang, siehe Pay-per-Use einrichten.

Die Adressen#

Unter der Schalterliste stehen die vollständigen Adressen, unter denen die Fotobox gerade erreichbar ist — mit IP-Adresse und Port, wie sie im Browser des anderen Geräts einzutippen sind. Sie stehen auch bei einem gesperrten Bereich da: So ist klar, was nach dem Freigeben einzugeben ist.

Erscheinen mehrere Adressen, hat der Rechner mehrere Netzwerkkarten — meist LAN und WLAN. Passend ist die aus dem Netz, in dem auch das andere Gerät hängt.

Ist die verschlüsselte Verbindung eingeschaltet, steht je Bereich zusätzlich eine https-Adresse mit dem eigenen Port dort. Nur über sie gibt es auf dem Tablet das Teilen-Menü des Geräts.

Der Port der Fotobox#

Die Zahl hinter dem Doppelpunkt in der Adresse ist der Port. Ab Werk ist das 8000. Belegt ein anderes Programm auf demselben Rechner diese Nummer, startet die Fotobox nicht — sie kommt dann gar nicht erst bis zu ihrem eigenen Bildschirm. Für diesen Fall lässt sich die Nummer im Feld "Port der Fotobox" ändern. Erlaubt sind 1024 bis 65535.

Die Änderung greift nach dem nächsten Start der Software. Solange die Fotobox noch auf der alten Nummer läuft, steht das unter dem Feld. Danach gilt die neue Nummer überall: in den Adressen darüber, für Geräte im Netzwerk, für die Galerie auf einem externen Gerät und für die Diashow auf einem zweiten Monitor.

Die Windows-Firewall ist dabei kein Thema: Ihre Freigabe wird beim ersten Start für das Programm erteilt, nicht für eine einzelne Port-Nummer — sie gilt danach für jeden Port, den die Fotobox belegt. Nachzuziehen wäre nur eine von Hand angelegte Regel auf Port 8000 oder die Freigabe einer anderen Firewall.

Wenn der Port beim Start belegt ist#

Der Admin-Bereich hilft in diesem Fall nicht weiter: Er ist Teil der Fotobox und erst erreichbar, wenn sie läuft. Deshalb fragt die Software beim Start selbst. Ist der Port belegt, sucht sie eine freie Nummer in der Nähe und bietet sie in einem Fenster an:

  • Ja — die Fotobox startet sofort auf der neuen Nummer und merkt sie sich. Weiteres ist nicht zu tun; im Admin-Bereich steht danach die neue Zahl im Feld.
  • Nein — der Start wird abgebrochen, mit dem gewohnten Hinweis auf den belegten Port.

Die Netzwerk-PIN#

Ein freigegebener Bereich lässt sich zusätzlich hinter eine PIN legen. Der Haken "PIN verlangen" steht bei jedem der drei Bereiche einzeln — so bleibt die Galerie für Gäste offen, während die Bedienoberfläche dahinter liegt.

Die Netzwerk-PIN ist von der Admin-PIN getrennt. Wer sie der Betreuung gibt, gibt damit nicht den Admin-Zugang preis: Hinter der Netzwerk-PIN fragt der Admin-Bereich weiterhin nach seiner eigenen.

Vier bis zwölf Ziffern. Solange keine hinterlegt ist, bleiben die Haken wirkungslos — eine Schranke ohne Schlüssel wäre eine Sperre, die niemand mehr aufbekommt.

Ein Gerät, das einen geschützten Bereich aufruft, bekommt eine Eingabemaske in der eingestellten Sprache der Fotobox und ist danach zwölf Stunden entsperrt. Nach einem Neustart der Fotobox fragt sie wieder; ebenso, sobald die PIN geändert oder entfernt wird.

Nach fünf falschen Eingaben nacheinander pausiert die Abfrage eine Minute, bei weiteren Fehlversuchen jeweils doppelt so lang. Gezählt wird je Gerät.

Wann freigeben#

Die Bedienoberfläche freizugeben ist sinnvoll, wenn ein zweiter Bildschirm die Box bedienen soll — etwa ein Tablet am Betreuungsplatz. Den Admin-Bereich freizugeben lohnt, wenn während der Veranstaltung vom Laptop aus nachgestellt wird, ohne sich vor die Box zu stellen.

Nach fünf falschen PIN-Eingaben nacheinander pausiert die Anmeldung eine Minute, bei weiteren Fehlversuchen jeweils doppelt so lang. Gezählt wird je Gerät; die richtige PIN setzt den Zähler zurück.

Was ein gesperrtes Gerät sieht#

Wer von einem anderen Gerät aus etwas Gesperrtes aufruft, bekommt eine Seite in der eingestellten Sprache der Fotobox. Sie nennt den betroffenen Bereich und den Hinweis, dass die administrierende Person ihn freigeben kann — keine Fehlermeldung, die nach einem Defekt aussieht.

Am Bildschirm der Fotobox selbst ändert das alles nichts, und der Fernzugriff über das Portal führt weiterhin in den Admin-Bereich.

Lizenzverwaltung#

Zeigt Lizenztyp, Restlaufzeit, Ausstellungsdatum und den Zeitpunkt der letzten Synchronisierung. Hier wird ein Schlüssel aktiviert und, vor einem Gerätewechsel, wieder freigegeben.

Die Lizenz muss sich mindestens alle 180 Tage einmal mit dem Lizenzserver abgleichen; mit Internetverbindung geschieht das von selbst. Den Termin nennt "Nächster Abgleich spätestens". Ab 30 Tagen davor weist der Startbildschirm bei jedem Programmstart darauf hin, danach lassen sich bis zum nächsten Abgleich keine Sessions mehr starten. Für die Testversion gilt das nicht.

Sichern und wiederherstellen#

Eine Sicherung umfasst die Einrichtung des ganzen Geräts — sämtliche Events mit ihren Layouts, Grafiken und Einstellungen, dazu die Konten und die Zählerstände. Sie ist die Rückfallebene für Gerätewechsel und Ausfall.

Die Aufnahmen bleiben außen vor: Sitzungsordner und Galerie wandern nicht in die Datei. Eine Sicherung ist deshalb klein und in Sekunden geschrieben. Für die Bilder gibt es "Event-Aufnahmen exportieren", das Event-Paket und den Sitzungsordner.

Beim Zurückspielen bleiben vorhandene Aufnahmen erhalten, auch die von Events, die in der Sicherung fehlen — deren Bilder erscheinen danach unter "Aufnahmen gelöschter Events".

Sichern und Zurückspielen laufen im Hintergrund und zeigen einen Fortschrittsbalken; der Admin-Bereich bleibt währenddessen bedienbar.

Für die Weitergabe eines einzelnen Events an Kunden oder eine zweite Box ist dagegen das Event-Paket der richtige Weg, siehe Events verwalten — es enthält keine Zugangsdaten.

System#

Neustart und Beenden der Software, Neustart und Herunterfahren des Rechners, dazu:

  • Konfiguration prüfen — sucht fehlende oder ungültige Felder und repariert sie. Hilft, wenn nach einem Update etwas nicht mehr greift.
  • UI-Cache leeren — leert den Browser-Cache des Kiosk-Modus, damit Änderungen sofort sichtbar werden.
  • Rand-Wischgesten — abschalten, damit ein Wisch vom Bildschirmrand nicht Windows öffnet.
  • Debug-Konsole — für die Fehlersuche; dafür sollte die Anwendung im Fenster-Modus laufen.

Stand: 29.09.2026 · Version 3.26.0