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RAWCaptureBooth Anwenderhandbuch
Version 3.26.0

Pay-per-Use

Ist Pay-per-Use aktiv, zahlt der Gast, bevor die Aufnahme beginnt. Gedacht ist das für öffentliche Aufstellungen — Messen, Kirmes, Bars — wo nicht der Veranstalter, sondern der Gast zahlt.

Der Stripe-Zugang gehört zum Gerät und steht unter Zugänge und Konten. Hier steht, ob und wie kassiert wird. Wie Stripe, PayPal und mehrere Boxen eingerichtet werden, beschreibt Pay-per-Use einrichten.

Drei Zahlmodelle#

ModellAblaufPasst für
EinzelzahlungJede Session und jeder Druck ist eine eigene Zahlungwenige, eher teure Sessions
Guthaben-CodeDer Gast lädt einmal auf und bekommt einen Code, jede Session wird davon abgebuchtviele Sessions je Gast, Gruppen, Messen
ReservierungDer Gast reserviert einen Betrag auf Karte oder PayPal und bekommt einen Code; nach dem Event wird nur der genutzte Teil eingezogenFeiern, bei denen Gäste vorab nicht festlegen wollen, wie viel sie ausgeben

Der Unterschied liegt in den Gebühren: Stripe berechnet je Zahlung einen festen Anteil (für EU-Karten rund 0,25 EUR) plus einen Prozentsatz. Bei einer Session für 3 EUR geht mit Einzelzahlung rund ein Zehntel an Gebühren, bei einer Aufladung von 20 EUR sind es knapp 3 Prozent.

Mit Ohne Code einmalig bezahlen erlauben bietet das Guthaben-Modell zusätzlich die Einzelzahlung an — für Gäste, die nur einmal fotografieren wollen.

Preise#

Jeder Aufnahmemodus hat einen eigenen Preis, 0 heißt kostenlos. So kann ein KI-Porträt mehr kosten als ein Foto.

Ein Druck kostet einen Grundpreis je Auftrag plus einen Preis je Abzug. Die Abzüge inklusive gelten nur für Drucke direkt nach der Session, ein Druck aus der Galerie kostet immer. Auf dem Tablet mit der Galerie wird dann nicht gedruckt: Der Gast druckt an der Fotobox.

Preisstaffel#

Mit Code lässt sich der Preis staffeln: Wer viele Sessions macht, zahlt ab einer bestimmten Session weniger. Gezählt wird je Code, an allen Fotoboxen mit demselben Stripe-Schlüssel. Ohne Code, also bei Einzelzahlung, gilt immer der Grundpreis.

  • Art der Staffel: Rabatt in Prozent auf den Preis des Modus oder ein fester Preis je Stufe und Modus.
  • Bis zu drei Stufen, jeweils ab Session — etwa ab der 5. Session 10 % und ab der 10. Session 20 %. Eine Stufe mit „ab“ 0 bleibt ungenutzt.
  • Preisstaffel für Drucke: dasselbe je Abzug. Der Grundpreis je Auftrag bleibt, Abzüge inklusive zählen nicht mit. Geht ein Auftrag über eine Stufengrenze, kostet jeder Abzug den Preis seiner Stufe.

Die Übersicht vor der Code-Eingabe nennt die Stufen. Nach der Code-Eingabe zeigt die Box den Preis, der für die nächste Session gilt.

Der Ablauf am Bildschirm#

Mit Übersicht vor der Code-Eingabe zeigen erklärt ein erster Bildschirm den Ablauf in drei Schritten und nennt die Preise je Aufnahmemodus und für den Druck. Von dort geht es zur Code-Eingabe, zum Aufladen oder, wenn erlaubt, zur Einzelzahlung. Neue Events zeigen die Übersicht ab Werk.

Mit Guthaben-Code:

  1. Der Gast tippt am Startbildschirm und gibt seinen Code ein. Ein Handscanner, der den Code vom Handy liest, tippt ihn wie eine Tastatur ein.
  2. Die Box zeigt Guthaben und Preis.
  3. Bei der Moduswahl steht der Preis auf jeder Kachel. Was das Guthaben nicht mehr hergibt, ist ausgegraut.
  4. Abgebucht wird, sobald das Ergebnis auf dem Bildschirm steht. Bricht eine Session vorher ab, kostet sie nichts.
  5. Am Ende nennt die Box das Restguthaben und bietet Noch eine Session an, ohne den Code neu einzutippen.

Mit Einzelzahlung wird nach der Moduswahl bezahlt, weil erst dann der Preis feststeht.

Aufladen#

Die Beträge erscheinen als Buttons, bis zu vier Stück. Mit Freien Betrag erlauben stellt der Gast den Betrag zwischen kleinstem und größtem freien Betrag selbst ein.

Die Bezahlseite an der Fotobox öffnet sich direkt auf dem Bildschirm oder erscheint als QR-Code fürs Handy. Der QR-Code ist meist die bessere Wahl: Die Kartennummer wird nicht in der Öffentlichkeit eingetippt, Apple Pay und Google Pay funktionieren, und die Box ist schneller wieder frei. Nach der Zahlung am Handy führt Stripe den Gast auf die Rücksprung-URL — die lokale Adresse der Fotobox erreicht sein Handy nicht.

Ist Aufladen an der Fotobox anbieten aus, nimmt die Box nur Codes an. Der Hinweis für Gäste ohne Code sagt dann, wo es Guthaben gibt — etwa an einem Tablet als Aufladestation, siehe Pay-per-Use einrichten.

Nach der Zahlung zeigt die Box den neuen Code groß an. Der Gast merkt ihn sich oder fotografiert ihn. Hat er beim Bezahlen eine Mail-Adresse angegeben, steht der Code auch auf dem Beleg von Stripe.

Reservierung#

Bei der Reservierung zahlt der Gast nicht vorab, sondern gibt einen Höchstbetrag frei. Stripe reserviert ihn auf der Karte oder bei PayPal; eingezogen wird erst beim Abrechnen und nur der genutzte Teil, der Rest wird freigegeben. Am Bildschirm läuft alles wie beim Guthaben-Code: Code eingeben, Session machen, am Ende steht, was noch frei ist.

Die Beträge zum Reservieren erscheinen als Buttons, bis zu vier Stück; einen freien Betrag gibt es hier nicht. Abrechnen legt fest, wann eingezogen wird:

  • beim Beenden der Fotobox, spätestens nach der Frist — die Box rechnet die Reservierungen dieses Events ab, bevor sie sich schließt. Passt für einen Abend mit einer Box.
  • nach der Frist — für mehrtägige Events und mehrere Boxen, die nicht gleichzeitig enden.

Die Frist bis zur Abrechnung zählt ab der Reservierung, höchstens 144 Stunden. Abgerechnet wird von jeder eingeschalteten Box mit demselben Stripe-Schlüssel — auch nach einem Eventwechsel und beim nächsten Programmstart.

Unter Offene Reservierungen stehen alle Codes dieses Stripe-Kontos, die noch nicht abgerechnet sind, mit Betrag, Zeitpunkt der Abrechnung und Ablauf. Läuft eine in weniger als zwei Tagen ab, erscheint ein Hinweis.

Ein Verbrauch unter 0,50 EUR lässt sich nicht einziehen; die Reservierung wird dann ganz freigegeben. Ebenso eine Reservierung, deren Zahlung die Box nie bestätigt hat: Ging der Gast vor der Bestätigung, bekam er den Code nie zu sehen.

Codes#

Ein Code besteht aus acht Zeichen ohne verwechselbare Buchstaben und Ziffern (kein 0/O, kein 1/I). Nach fünf falschen Codes sperrt die Eingabe für eine Minute, jede weitere Sperre dauert länger.

Code gilt „nur bei diesem Event“ ist der Regelfall. „Bei allen Events dieses Stripe-Kontos“ passt, wenn ein Guthaben über mehrere Events hinweg gelten soll, etwa bei einer Messe über drei Tage mit je einem Event.

Bei Netzstörung „Sessions zulassen, später abbuchen“ hält die Schlange in Bewegung: Die Box merkt sich Buchungen, die sie gerade nicht absetzen kann, und holt sie nach, sobald Stripe wieder antwortet. Ein falscher Code fällt dann aber erst beim Nachbuchen auf.

Codes verwalten#

Unter Codes verwalten zeigt die Box zu einem Code das Guthaben, das Event, den Zustand und die letzten Buchungen — gleich an welcher Box er aufgeladen wurde.

  • Sperren hält einen Code an, etwa wenn ein Gast ihn verloren hat. Entsperren gibt ihn wieder frei.
  • Restguthaben erstatten bucht das Guthaben ab und erstattet es auf die ursprüngliche Zahlung. Was sich nicht erstatten lässt, etwa bei einem Freicode, steht danach wieder auf dem Code.
  • Freicode anlegen gibt einen Code mit Guthaben aus, ohne dass jemand zahlt — als Gewinn oder zur Entschädigung.

Event abschließen rechnet offene Reservierungen ab und beendet alle Codes des Events; danach startet keiner mehr eine Session. Mit dem Restguthaben geschieht, was unter Restguthaben eingestellt ist:

EinstellungBeim Abschließen
bleibt stehen, Erstattung auf AnfrageDas Guthaben bleibt beim Code, erstattet wird über Restguthaben erstatten
beim Abschließen automatisch erstattenJeder Code mit Guthaben wird auf die ursprüngliche Zahlung erstattet
verfällt beim AbschließenDas Guthaben verfällt

Vorführmodus und Probelauf#

Im Vorführmodus wird die Zahlung nur vorgespielt: Es fließt kein Geld, und ein Stripe-Konto braucht es dafür nicht. Das passt für Messen und Vorführungen. Codes aus dem Vorführmodus gelten nur an dieser Box.

Für einen echten Probelauf gehört unter Zugänge und Konten ein Stripe-Testschlüssel (beginnt mit sk_test_ oder rk_test_). Dann läuft alles wie später im Echtbetrieb, nur mit Stripes Testkarten statt mit echtem Geld.

Stand: 29.09.2026 · Version 3.26.0