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RAWCaptureBooth Anwenderhandbuch
Version 3.29.0

Kreativfunktionen

Vier Funktionen verändern das Bild eines Gastes: der digitale Hintergrund tauscht aus, was hinter ihm zu sehen ist, ein KI-Porträt zeichnet ihn in einem gewählten Stil neu, ein Filter legt sich danach über die Aufnahme, und beim Dekorieren malt der Gast selbst. Sie stehen zusammen, weil sie zusammen wirken — jede einzelne verlängert die Session um eine Entscheidung.

Digitaler Hintergrund#

Der digitale Hintergrund ersetzt das, was hinter den Gästen zu sehen ist. Eingerichtet wird er im Background-Studio (Admin-Bereich "Kreativfunktionen" > "Digitaler Hintergrund", dort "Background-Studio öffnen"), und zwar anhand eines Referenzfotos statt auf Verdacht. Ein- und ausgeschaltet wird er für das Event auch ohne Studio: mit "Digitalen Hintergrund aktivieren" direkt in diesem Bereich.

ModusWie er arbeitetWann er passt
Chroma-Key / GreenscreenTrennt anhand der Farbe. Braucht einen Greenscreen und gleichmäßiges LichtFester Aufbau mit Platz für ein Tuch
KI-Freistellung über AI-Service (lokal, kostenfrei)Der AI-Service auf demselben Rechner erkennt die Person im BildÜberall dort, wo kein Greenscreen aufgebaut werden kann
KI-Freistellung über Replicate (Web-Dienst, kostenpflichtig)Ein Modell beim Anbieter Replicate stellt frei; auf der Fotobox läuft dafür nichtsWenn kein Greenscreen möglich ist und kein Zusatzprogramm installiert werden soll

Chroma-Key#

Im Studio wird die Schlüsselfarbe am Referenzfoto gesetzt, dazu die Toleranz. Die Maskenvorschau zeigt sofort, was ausgeschnitten wird.

Wer die Regler nicht einzeln durchgehen will, nimmt den Assistenten: "Schritt für Schritt einrichten" oben im Studio. Er rechnet das Ergebnis mit den aktuellen Werten, fragt, was daran stört — Reste des alten Hintergrunds, fehlende Teile des Motivs, grüner Rand oder harte Kante — und stellt zu jeder Antwort zwei Vorschläge neben das jetzige Bild. Gewählt wird durch Vergleichen. Bleibt das jetzige Bild die beste Wahl, fällt der nächste Vorschlag kleiner aus. "Verwerfen" stellt den Stand von vor dem Durchlauf wieder her.

Die Feinabstimmung darunter ist in Blöcke geteilt. In den meisten Fällen genügt die Key-Farbe; die übrigen Regler greifen erst, wenn das Tuch nicht mitspielt.

BlockEinstellungWofür
MaskeEmpfindlichkeitWie weit der Farbton abweichen darf
MaskeMindest-SättigungSchließt ausgewaschene und graue Flächen aus
MaskeMindest-HelligkeitSchließt tiefe Schatten aus
MaskeEntrauschenGegen grobes Bildrauschen bei hoher ISO-Zahl
KantenMaske aufräumenSchließt Sprenkel im Tuch, entfernt einzelne Treffer im Motiv
KantenKantenverfeinerungZieht die Maske auf Haare, Fransen und Brillenbügel
KantenMaske zurückziehenHält den farbigen Saum aus dem Motiv heraus
KantenÜbergangsglättungWie weich die Kante verläuft
FarbsaumSpill-DämpfungGegen den Farbschimmer, den das Tuch auf das Motiv wirft
FarbsaumBreite des SaumsWie weit die Dämpfung vom Rand nach innen reicht
VordergrundFarbige Flächen schützenBehält einen grünen Aufdruck auf dem T-Shirt
VordergrundGrenze der geschützten FlächeAb welcher Größe eine Fläche doch als Hintergrund gilt

Hintergrund einpassen#

Drei Einstellungen gelten für jeden Freistellungsweg, also auch für die KI-Freistellung:

EinstellungBedeutung
Einpassen in das Bildformat"Einpassen" behält die Seitenverhältnisse und schneidet ab, "Verzerren" füllt das Bild vollständig
Hintergrund weichzeichnenAhmt eine offene Blende nach; ein gestochen scharfer Hintergrund wirkt aufgeklebt
Licht angleichenZieht die Helligkeit des Motivs Richtung Hintergrund

KI-Freistellung#

Die KI-Freistellung übernimmt der RAWCaptureBooth AI-Service: ein eigenes 64-Bit-Programm, das einmalig auf demselben Rechner installiert wird. Die Software schickt das Foto dorthin und setzt es auf den neuen Hintergrund. Die KI-Modelle sind im AI-Service enthalten; einzig BRIA RMBG 2.0 muss selbst lizenziert und abgelegt werden. Einstellbar sind:

EinstellungBedeutung
FreistellungsmodusDer Hinweis unter der Auswahl zeigt, ob der AI-Service erreichbar ist
KI-Modell"BiRefNet Lite" ist empfohlen — bestes Verhältnis aus Qualität und Geschwindigkeit
Alpha-MattingVerbessert feine Kanten wie Haare, kostet aber Rechenzeit je Aufnahme
Rand-AnpassungVerschiebt den Rand der Maske; negative Werte entfernen einen hellen Saum um die Person
KI-ZeitlimitMaximale Wartezeit je Aufnahme; auf schwachen Geräten erhöhen
Hintergrund schon im Livebild zeigenDie Gäste sehen den Hintergrund bereits vor dem Auslösen

KI-Freistellung über Replicate#

Dieser Weg braucht kein Zusatzprogramm auf der Fotobox: Die Freistellung rechnet beim Anbieter Replicate — demselben, über den auch die KI-Porträts laufen. Konto und Schlüssel werden einmal je Gerät unter „Zugänge & Konten“ hinterlegt und gelten dann für beides.

EinstellungBedeutung
Modell beim AnbieterAlle liefern eine weiche Maske; „Background Remover“ ist das günstigste und schnellste
Wenn die Freistellung fehlschlägtOriginalfoto behalten oder auf den lokalen AI-Service ausweichen
Zeitlimit beim AnbieterMaximale Wartezeit je Aufnahme; danach greift der eingestellte Rückfall

Für gewerbliche Nutzung ist „BRIA RMBG“ gedacht: Das Modell ist ausschließlich auf lizenziertem Material trainiert.

Hintergründe verwalten#

Hintergrundbilder werden als PNG oder JPG hochgeladen und benannt. Jeder Hintergrund lässt sich als aktiv markieren:

  • Ein aktiver Hintergrund wird immer verwendet.
  • Mehrere aktive Hintergründe ergeben im Session-Ablauf eine Auswahl für die Gäste.
  • Ist die Auswahl abgeschaltet, gilt immer der im Studio als aktiv markierte Hintergrund.

Im Studio unter "Hintergrund" stehen zwei weitere Schalter für die Auswahl:

  • Button „Zufällig“ anzeigen: Der Gast lässt einen der aktiven Hintergründe auslosen und kann ihn übernehmen oder neu auslosen. Wirkt ab zwei aktiven Hintergründen.
  • „Ohne Hintergrund weiter“ anbieten: Der Gast kann den Hintergrund für seine Aufnahme weglassen. Das Foto behält dann den echten Hintergrund, auch im Livebild und beim späteren Neuberechnen. Die Auswahl erscheint dafür schon ab einem aktiven Hintergrund.

Filterauswahl#

"Filterübersicht aktivieren" blendet beim Gast eine Auswahl an Bildlooks ein — etwa Schwarz-Weiß, Comic oder ein warmer Vintage-Look. Angehakt wird, welche Filter zur Auswahl stehen.

Wie ein Filter wirkt, zeigt die Vorschau anhand des Fotos aus Erscheinungsbild > "Vorschaubilder".

Zeitpunkt der Auswahl und Vorschaubilder#

Unter "Ablauf beim Gast" steht, wann die Auswahl erscheint. Vor der Aufnahme ist der kürzeste Ablauf und die richtige Wahl bei langer Warteschlange. Nach der Aufnahme wählt der Gast mit seinen eigenen Fotos vor Augen — die Wahl fällt treffsicherer aus, die Session dauert etwas länger. Filter je Bild lohnt sich bei Layouts mit mehreren Fotos, wenn Gäste gern kombinieren; für Firmenfeiern mit durchgehend einheitlichem Look ist es zu viel.

"Vorschaubilder" legt fest, was die Kacheln zeigen. Das Beispielbild ist sofort da. Mit dem Bild des Gastes rechnet die Fotobox jede Kachel neu — nach der Aufnahme aus den Fotos, vor der Aufnahme aus einem Standbild des Livebilds. Das kostet je Filter Zeit, bei "Filter je Bild" zusätzlich je Foto. Auf einem langsamen Rechner deshalb wenige Filter freigeben; der Hinweis unter der Auswahl nennt die Anzahl der Vorschauen.

"Filter auch für KI-Porträts" auszuschalten lohnt sich, wenn die KI-Stile den Look ohnehin festlegen — ein Schwarz-Weiß-Filter über einem Ölgemälde verdirbt eher, als dass er hilft. Gäste mit KI-Stil sparen dann einen Schritt; wer ohne KI fotografiert, wählt den Filter wie gewohnt.

Eigene Filter aus einer LUT-Datei#

Neben den mitgelieferten Filtern lassen sich eigene anlegen. Grundlage ist eine LUT-Datei (Endung .cube) — eine Farbtabelle, wie sie Lightroom, DaVinci Resolve oder ein gekauftes Preset-Paket ausgibt. Unter "Eigene Filter" wird die Datei gewählt, benannt und hinzugefügt; die Fotobox liest sie sofort ein und rechnet ein Vorschaubild. Eine unbrauchbare Datei wird dabei abgewiesen, nicht erst beim ersten Gast. Die Beschreibung ist freiwillig; sie steht beim Gast unter dem Namen — dort, wo die mitgelieferten Filter ihren Erklärungssatz zeigen.

Jeder eigene Filter hat eine Stärke. Sie bestimmt, wie kräftig die Farbtabelle wirkt: 100 % ist die Vorlage unverändert, 40 % mischt sie nur zum Teil unter das Original. So lässt sich eine zu kräftige Vorlage entschärfen, ohne die Datei zu ändern.

Eigene Filter gehören zum Event. Sie reisen bei Kopie, Export und Übergabe mit, stehen in einem anderen Event aber nicht von selbst zur Verfügung. Ein Werksreset des Bereichs nimmt nur die Freigaben zurück — die hochgeladenen Dateien bleiben liegen.

KI-Porträts#

Die KI-Porträts zeichnen das Bild des Gastes in einem gewählten Stil neu — als Comic, als Ölgemälde, als Astronaut. Anders als beim digitalen Hintergrund rechnet das nicht die Fotobox, sondern ein Dienst im Internet: Replicate. Dafür braucht es ein Konto dort, und die Aufnahmen verlassen das eigene Netz.

Einrichten#

Der Zugang zum Anbieter steht unter "System-/Geräteeinstellungen" > "Zugänge & Konten" > "KI-Anbieter (Replicate)". Er gehört zum Gerät, gilt für alle KI-Funktionen und bleibt beim Event-Wechsel stehen. Die Anleitung dazu steht dort unter "Einrichten". Zwei Schritte werden gern übersehen:

  • Das automatische Nachladen des Guthabens gehört eingeschaltet. Geht es mitten in der Feier zur Neige, bekommen die Gäste ihr Bild ohne Stil - und niemand steht daneben, um es zu bemerken.
  • Ein Zahlungsmittel muss dauerhaft im Konto hinterlegt bleiben. Konten, die nur noch über ein Guthaben verfügen, werden auf sechs Bilder je Minute gedrosselt. Im Betrieb sieht das aus wie ein Fehler der Fotobox.
  • Die Datenschutzhinweise der Veranstaltung müssen angepasst werden, bevor die Funktion eingeschaltet wird. Siehe Daten und Datenschutz.

"Verbindung prüfen" nennt im Klartext, woran es liegt — falscher Schlüssel, unbekanntes Modell, Drosselung, kein Guthaben oder keine Verbindung.

Als Zwischenschritt oder als eigener Modus#

Stilauswahl im Ablauf entscheidet, wo der Gast den Stil wählt.

  • Teil des Foto-Ablaufs — die Stilauswahl erscheint vor der Filterauswahl als Zwischenschritt. Wer keinen Stil möchte, geht mit "Ohne KI weiter" daran vorbei.
  • Eigener Aufnahmemodus — "KI-Porträt" steht als eigene Kachel neben Foto, GIF und Boomerang. Wer sie antippt, wählt anschließend einen Stil; der Foto-Modus bleibt dann ohne Stilauswahl.

Der eigene Modus hat eigene Layouts, ein eigenes Standardlayout, eine eigene Layout-Auswahl und eine eigene Druckfreigabe, eingestellt unter "Aufnahmemodi & Layout-Zuordnung". Im Layout-Editor steht bei den Modi zusätzlich das Kästchen KI-Porträt. Aufgenommen wird mit der Kamera für Fotos. Beim Umstieg auf diese Fassung übernimmt der Modus die Foto-Layouts mit dem Haken "Für KI-Porträts verwenden" und die Werte des Foto-Modus; für die Gäste ändert sich nichts.

Als Teil des Foto-Ablaufs gilt weiterhin der Haken Für KI-Porträts verwenden im Layout-Editor: ein dort abgewähltes Layout bekommt der Gast nach der Stilwahl nicht zu sehen.

Ohne hinterlegten Schlüssel und im Offline-Betrieb erscheint die Kachel gar nicht erst — statt in einen Ablauf zu führen, der am Ende doch nur ein gewöhnliches Foto liefert. Ist dagegen das Kontingent aufgebraucht, bleibt sie stehen und wird ausgegraut; ihr Button nennt statt „Auswählen“ den Grund. Mitten in der Feier zu verschwinden wäre schlechter: der Gast suchte dann den Modus, den er vorhin noch gesehen hat.

Modell und Qualität#

Zur Auswahl stehen nur Modelle, die beim Anbieter dauerhaft bereitstehen. Ein Modell aus der Gemeinschaft würde beim ersten Aufruf minutenlang hochfahren — vor wartenden Gästen unbrauchbar. Die Preisliste unter der Auswahl stellt alle Modelle mit ihrem Preis je Porträt nebeneinander, in der Reihenfolge der Auswahl: je Qualität, dazu ob und zu welchem Aufpreis ein eigener Hintergrund möglich ist. Die Spalte der eingestellten Qualität ist hervorgehoben, das gewählte Modell ebenso; ein Tippen auf einen Namen wählt das Modell. Die Beträge stammen von den Modellseiten des Anbieters und tragen ihren Stand, denn eine Schnittstelle zum Abrufen der Preise gibt es nicht. Das Background-Studio zeigt für die KI-Freistellung eine gleiche Liste.

EinstellungWann sie zählt
Qualität"Mittel" liefert 2K und reicht für den Druck auf 10x15 cm; "Niedrig" genügt, wenn nur Galerie und Mail bedient werden
Zeitgrenze je Bild (unter "KI-Anbieter (Replicate)")Danach wird abgebrochen und das Originalbild verwendet — ohne Grenze stünde die Box beim ersten Ausfall des Anbieters still
Gleichzeitige Läufe (unter "KI-Anbieter (Replicate)")Bei einem Layout mit mehreren Bildern laufen die Anfragen nebeneinander; vier Bilder dauern damit etwa so lange wie eines
Mehrbild-LayoutsJedes Bild eines Layouts ist ein eigener Lauf und kostet entsprechend

Stile#

Mitgeliefert werden 180 Stile in zwölf Gruppen — von Comic und Fantasy über Berufe und Reisen bis Videospiele und Superhelden. Angewählt wird, was der Gast zur Auswahl bekommt; "Alle abwählen" räumt die Liste in einem Zug.

Kein mitgelieferter Stil nennt ein Werk, eine Marke oder eine Figur beim Namen. Beschrieben ist jeweils das Aussehen — ein Held im Umhang ohne Emblem, ein maskierter Rächer, ein nordischer Abenteurer. Wer näher an eine bestimmte Vorlage heran will, legt sich einen eigenen Stil an; dann ist es seine Entscheidung.

"Dem Gast erst die Gruppen zeigen" schaltet den Zwischenschritt bei der Auswahl: Der Gast wählt zuerst eine Gruppe und darin den Stil. Bei vielen freigegebenen Stilen geht das deutlich schneller als eine lange Liste. Hat nur eine Gruppe Stile, entfällt der Schritt von selbst.

"Button „Zufällig“ anzeigen" setzt einen Würfel-Button unter die Auswahl. Der Gast lässt damit einen der freigegebenen Stile auslosen, sieht ihn mit Beispielbild und übernimmt ihn oder lost neu. In einer geöffneten Gruppe wird nur unter deren Stilen gelost. Der Button erscheint erst ab zwei freigegebenen Stilen.

Die Gruppen selbst lassen sich anpassen: umbenennen, eigene anlegen und mit den Pfeilen sortieren. Die Reihenfolge gilt genauso beim Gast — was oben steht, sieht er zuerst. Umbenannt wird in der Sprache, in der der Admin-Bereich gerade steht; die übrigen Sprachen behalten den Werksnamen. Eine Gruppe ohne freigegebene Stile bekommt der Gast nicht zu sehen.

"Zwei Stile kombinieren erlauben" lässt den Gast zwei Stile auf ein Bild legen, etwa "Wikinger" und "Ölgemälde". Nach dem ersten Stil fragt eine eigene Seite mit dessen Beispielbild, ob ein zweiter dazukommt: "Mit einem Stil weiter" oder "Zweiten Stil wählen". Der zweite wird wieder ab der Gruppenübersicht gewählt, der erste ist dort markiert, und ein Tippen auf den zweiten geht direkt weiter. Beide Stile gehen in einem einzigen Lauf zum Anbieter: Das kostet so viel wie ein Stil und zählt im Kontingent einfach. Ab Werk ist das aus.

Für die Kombination gelten drei Regeln: Die Person bleibt nur erkennbar, wenn beide Stile sie festhalten. Die Beauty-Regeln greifen nur, wenn beide Stile aus der Gruppe "Beauty" stammen. Und ist einer der beiden fotorealistisch, wird das Bild gekennzeichnet wie ein fotorealistisches.

Eigene Stile#

Unter den mitgelieferten Stilen steht ein eigener Bereich für selbst angelegte Stile.

Ein eigener Stil braucht nur einen Namen und eine Anweisung an das Modell. Die Anweisung wird auf Englisch deutlich zuverlässiger befolgt.

Dass die Person auf dem Bild erkennbar bleibt, erledigt der Haken "Aussehen der Person beibehalten" im Bearbeiten-Fenster. Er steht ab Werk und hängt beim Senden einen Satz an, der Gesicht, Geschlecht, Alter, Hautton, Frisur, Bart und Brille festhält — in der Anweisung selbst muss davon nichts stehen. Abwählen lohnt nur, wenn der Stil die Person absichtlich verändern soll: ein anderes Alter, ein Fantasiewesen, eine Karikatur. Der Haken gilt je Stil und lässt sich auch bei den mitgelieferten Stilen umstellen.

"Beispielbild erzeugen" schickt dieselbe Person durch den eigenen Stil, die auch auf den mitgelieferten Kacheln zu sehen ist. So reiht sich der eigene Stil in die Reihe ein, statt mit einem fremden Gesicht danebenzustehen. Der Lauf kostet beim Anbieter so viel wie ein Bild eines Gastes und zählt im Kontingent mit.

Für alle Events: die Geräte-Bibliothek#

Eigene Stile und geänderte Werksstile gehören zum Event. Was auf jeder Feier dabei sein soll, kommt über den Stift und "In Geräte-Bibliothek verschieben" in die Geräte-Bibliothek. Ihre Stile tragen im Event das Abzeichen "Gerät" und lassen sich dort nur ein- und ausschalten.

Hintergrund#

Die meisten Stile setzen die Person in eine eigene Szene — ein Superheld auf einem Dach über der Stadt, ein Ritter vor einer Burg. "Hintergrund bei KI-Stilen" legt fest, ob das so bleibt:

StufeWirkung
Stil darf den Hintergrund ersetzenWie bisher: Jeder Stil zeichnet seine eigene Umgebung (ab Werk)
Hintergrund beibehaltenDie Umgebung der Aufnahme bleibt stehen, nur Person und Kleidung nehmen den Stil an
Gast entscheidetÜber der Stilauswahl steht ein Schalter "Hintergrund behalten", ab Werk aus

Die Stile der Gruppe "Beauty" behalten den Hintergrund ohnehin, an ihnen ändert die Einstellung nichts.

Hintergrund ersetzen. Im selben Unterbereich lassen sich eigene Bilder hochladen, in die das Modell die Person setzt — die Location, ein Strand, ein Burgsaal. Der gewählte Stil gilt dabei für das ganze Bild samt neuem Hintergrund. Die Bedienung folgt dem Background-Studio: Bilder aktiv schalten, eines als Hauptbild festlegen, beschriften. Sind mehrere aktiv, wählt der Gast nach dem Stil einen aus; "Zufällig" und "Ohne Hintergrund weiter" lassen sich zuschalten. Ohne Auswahl gilt das Hauptbild.

WannWas geschieht
Modell nimmt mehrere Bilder an (Nano Banana, Nano Banana Pro, FLUX.2 [pro], GPT Image 1.5)Der Hintergrund geht als zweites Bild mit
Jedes andere ModellDer Hintergrund wird nicht angewandt, der Block ist ausgegraut. Darüber stehen die passenden Modelle als Buttons, ein Tippen stellt um
Der Gast hat einen KI-Stil gewähltDer digitale Hintergrund aus dem Background-Studio entfällt für diese Aufnahme: Er würde den Hintergrund ebenfalls tauschen, und die KI ersetzte ihn gleich wieder. Kann die KI nicht rechnen, etwa ohne Internet, bleibt er
Nur Beauty-Stile gewähltKein Ersetzen, die Box fragt auch nicht danach. Ein gewählter digitaler Hintergrund wird wie gewohnt eingesetzt
"Ohne Hintergrund weiter"Es gilt, was unter "Hintergrund bei KI-Stilen" eingestellt ist

Die Bilder werden auf höchstens 2048 Pixel an der langen Kante verkleinert und wandern beim Duplizieren, beim Export und in Presets mit dem Event mit. Manche Modelle berechnen jedes mitgeschickte Bild extra; ein Porträt mit eigenem Hintergrund kann dadurch etwas teurer werden.

Stilbestimmung durch den Gast#

Ist "Eigenen Wunsch des Gastes zulassen" eingeschaltet, kann der Gast dem gewählten Stil einen kurzen Satz anhängen — etwa "links Astronaut, rechts Ritter". Gedacht ist das für Gruppenbilder, bei denen jede Person etwas anderes werden soll. Der Wunsch ergänzt den Stil, er ersetzt ihn nicht, und der Satz, der die Person festhält, bleibt bestehen.

Ab Werk ist die Eingabe aus. Was der Gast tippt, geht als Anweisung an den Anbieter: Nennt er geschützte Figuren, entscheidet dessen Inhaltsfilter, was daraus wird. Und das Tippen kostet Zeit vor der Box — bei einer Warteschlange ist das der eigentliche Preis.

"Bei eigenem Wunsch immer kennzeichnen" steht ab Werk an: Schreibt der Gast selbst mit, zeigt das Bild eher Menschen bei etwas, das nie stattgefunden hat. Die Regel greift dann auch, wenn die Kennzeichnung sonst auf "Nie" steht; abschalten lässt sie sich trotzdem.

Kontingent#

EinstellungWirkung
Läufe je EventIst die Grenze erreicht, werden keine Stile mehr angeboten; die Sitzung läuft ohne sie weiter
Warnung abAb dieser Zahl nimmt die nächste Status-Mail einen Hinweis auf - nicht sofort, sondern mit dem nächsten planmäßigen Versand, und dann in jeder weiteren
Meldung bei aufgebrauchtem KontingentWas der Gast dann zu sehen bekommt; ohne eigenen Text steht dort ein Vorgabetext

Der Stand steht unter Zähler und Limits und lässt sich dort einzeln zurücksetzen. Obergrenze und Meldung stehen dort ebenfalls — dasselbe Feld, nur an zwei Stellen erreichbar. Gezählt wird nur, was tatsächlich gerechnet wurde; ein Fehlschlag beim Anbieter verbraucht nichts.

Ist das Kontingent aufgebraucht, bekommt der Gast statt der Stilauswahl eine Hinweiskarte mit dem hinterlegten Text und kann von dort zurück oder ohne Stil weiter.

Kennzeichnung#

Die KI-Verordnung verlangt eine sichtbare Offenlegung dort, wo ein Bild fälschlich für echt gehalten werden könnte. Ein Comic-Stil fällt nicht darunter, ein fotorealistisches Porträt schon. Ab Werk werden deshalb genau die fotorealistischen Stile gekennzeichnet; die Vorgabe lässt sich auf "Immer" oder "Nie" umstellen und die Position der Kennzeichnung wählen.

Die Entscheidung trifft der Betreiber der Fotobox — er ist im Sinne der Verordnung derjenige, der das System einsetzt.

Was der Gast sieht#

Der Stil wird in einem eigenen Schritt gleich nach der Moduswahl gewählt, vor Filter- und Layout-Auswahl: Er bestimmt, welche Layouts passen und ob ein digitaler Hintergrund noch gefragt wird. Filter und KI-Stil lassen sich kombinieren: erst zeichnet das Modell das Bild neu, danach legt sich der Filter darüber. Ist bei den Filtern "Filter auch für KI-Porträts" ausgeschaltet, entfällt die Filterauswahl nach einem Stil. Alle Bilder einer Sitzung bekommen denselben Stil.

Im Layout-Editor lässt sich je Layout festlegen, ob es für KI-Porträts in Frage kommt. Ab Werk kommen alle in Frage. Hat der Gast einen Stil gewählt, bekommt er abgewählte Layouts nicht mehr zu sehen — und wenn Mehrbild-Layouts für die KI-Porträts nicht freigegeben sind, auch nur noch solche mit einem Platzhalter. Wer "ohne KI" gewählt hat, sieht weiterhin alle.

Die Aufnahme geht im Ausschnitt ihres Layout-Platzes an den Anbieter. Das Modell rechnet damit für genau das Format, das später zu sehen ist; sonst fiele beim Einpassen gerade der Teil weg, auf den es gerechnet hat.

Der Schritt erscheint gar nicht erst, wenn kein Schlüssel eingetragen ist, die Box im Offline-Modus läuft oder die datensparsame Vorgabe eingeschaltet ist. Der Gast sieht in keinem dieser Fälle eine Fehlermeldung.

Während gerechnet wird, sagt der Wartebildschirm, dass das Porträt gezeichnet wird, und zeigt die verbleibende Zeit an. Die Dauer wird bei jedem Lauf gemessen; die Anzeige erscheint deshalb ab der zweiten Aufnahme mit KI.

Drei Gründe kann nur der Betreiber beheben: fehlendes Guthaben, ein ungültiger Schlüssel oder gar keiner. Sie gehen deshalb als Fehler heraus und lösen die sofortige Status-Meldung aus, sofern eingerichtet — sonst liefe die Feier weiter, ohne dass jemand von den ausbleibenden Porträts erführe.

Bild dekorieren#

Erlaubt es, das fertige Bild vor dem Teilen oder Drucken zu bemalen und mit Stickern zu versehen.

BereichEinstellungen
Anzeige & AblaufOb die Funktion aktiv ist und ob vorher gefragt wird, ob dekoriert werden soll
WerkzeugeSticker, Zeichnen, Radierer, Text, Textfarbe, Schriftart-Auswahl — jedes einzeln freigebbar
StandardwertePinselfarbe und Pinselgröße beim Öffnen

Eigene Sticker lassen sich hochladen; sie erscheinen in der Seitenleiste vor den mitgelieferten.

Stand: 01.10.2026 · Version 3.29.0