Netzwerk und Fernverwaltung
Wie die Fotobox mit dem Internet und dem lokalen Netzwerk umgeht: ob sie bewusst offline arbeitet, ob sie sich bei einem Webserver meldet, ob sie aus der Ferne bedienbar ist und welche Geräte im selben Netzwerk sie erreichen. Wann welcher Weg passt, beschreibt Aus der Ferne im Blick.
Online-/Offline-Modus#
Schaltet die Box bewusst in den Offline-Betrieb. Der Bereich listet auf, was dann nicht angeboten wird — Cloud-Upload, Mailversand, QR-Codes zum Web-Fotoalbum und die KI-Porträts. Letztere brauchen einen Anbieter im Internet: Im Offline-Modus erscheint weder die Stilauswahl noch die Kachel des KI-Modus, und eine laufende Sitzung liefert das Bild ohne Stil statt in eine Wartezeit zu laufen.
Fällt das Netz mitten in der Feier aus, ist keine Zeit, den Bereich zu suchen. Derselbe Schalter liegt deshalb unten im Menü des Admin-Bereichs, unter "Automatisch speichern", und schaltet dort sofort um. Wer den Admin-Bereich gar nicht öffnen will, findet ihn zusätzlich im Schnelleinstellungs-Menü der Fotobox.
Fernverwaltung#
Die Software meldet ihren Zustand an einen Webserver und nimmt von dort Befehle entgegen.
Oben zeigt eine Grafik den gespeicherten Stand: ob die Fotobox meldet, wie oft und wohin. Der Webserver wird über zwei Karten gewählt, der Melde-Abstand auch per Schnellwahl.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Fernverwaltung aktivieren | Der Grundschalter |
| Webserver | "RAWCaptureBooth-Webserver" oder "Selfhosted-Webserver" für einen eigenen |
| Einrichtungsschlüssel | Wird im Management-Portal eingetragen, damit die Box dem eigenen Konto zugeordnet wird |
| Serveradresse und API-Schlüssel | Nur beim eigenen Webserver |
| Melde-Abstand | Zwischen 10 und 3600 Sekunden |
| Meldungen mitschreiben | Nur für die Fehlersuche: jede Meldung mit Adresse, Antwort und Dauer in eine eigene Datei |
Gemeldet werden Zustand und Auslastung des Rechners, Zähler, aktivierte Funktionen und aufgetretene Fehler — keine Bilder.
Dem Selfhosted-Webserver meldet die Fotobox außerdem, welches Event geladen ist. Sessions, Drucke und KI-Porträts erscheinen dort beim richtigen Event, auch nach einem Wechsel an der Fotobox, und die Seite des Events zeigt den Zählerstand, den die Fotobox dafür führt. Das braucht den Selfhosted-Webserver ab Fassung 1.10.0.
Fernzugriff und Fernwartung bauen auf der Fernverwaltung auf. Sie stehen im nächsten Menüpunkt.
Fernzugriff & Fernwartung#
Zwei Wege, die Fotobox von unterwegs zu bedienen: die Bedienoberfläche im Browser (Fernzugriff) oder der ganze Windows-Bildschirm über ein Fernwartungsprogramm (Fernwartung). Beide laufen über die Fernverwaltung (Admin-Bereich "Netzwerk & Fernverwaltung" > "Fernzugriff & Fernwartung").
Zwei Karten oben zeigen den Stand beider Wege; ein Klick führt zum Block. Unter "Fernzugriff auf die Oberfläche" hakt eine Liste ab, was für den Fernzugriff schon erfüllt ist. Ein Klick auf einen offenen Punkt führt dorthin, wo er eingestellt wird. Ein Ring zeigt die Restzeit eines offenen Zugangs, darunter steht seine Adresse.
Fernzugriff auf die Oberfläche#
Die Bedienoberfläche dieser Fotobox lässt sich aus der Ferne im Browser öffnen — auch dann, wenn die Box im WLAN eines Gasthauses oder hinter einem Mobilfunk-Router steht. Weder VPN noch eine Portfreigabe sind nötig.
Sinnvoll ist das, wenn während einer Veranstaltung etwas nachgestellt werden soll, ohne hinzufahren: ein Layout tauschen, den Drucker prüfen, einen Zähler zurücksetzen.
Voraussetzung#
Eingerichtet wird der Fernzugriff nicht an der Fotobox, sondern dort, wo sie ihren Zustand meldet: im Management-Portal beziehungsweise im Backend des eigenen Webservers. Dort entsteht je Gerät eine eigene Adresse. Die Software übernimmt sie bei ihrer nächsten Meldung von selbst. Ohne eingeschaltete Fernverwaltung kommt deshalb kein Fernzugriff zustande.
An der Fotobox bleibt nur der Grundschalter "Fernzugriff zulassen". Ohne ihn lässt sich keine Verbindung öffnen.
Im Betrieb#
Der Zugang steht nicht dauerhaft offen, sondern wird einzeln geöffnet und schließt sich nach der eingestellten Zeit von selbst — voreingestellt sind vier Stunden. Öffnen lässt er sich an der Fotobox oder aus der Ferne; das Abzeichen im Kopf des Bereichs zeigt an, solange etwas offen steht.
Wer aus der Ferne öffnet, wartet einen Melde-Abstand ab: Die Software holt den Befehl erst bei ihrer nächsten Meldung ab.
Fernwartung dieses Rechners#
Die Fernwartung überträgt den ganzen Windows-Bildschirm über ein eigenes Programm wie TeamViewer oder AnyDesk. Dafür muss jemand vor Ort sein oder das Programm dauerhaft laufen. Im Feld "Fernwartungsprogramm" steht, was der Befehl "Fernwartung starten" aus dem Portal öffnet. Ohne Eintrag lehnt die Fotobox den Befehl mit einer Meldung ab.
Für die Bedienoberfläche allein reicht der Fernzugriff — er kommt ohne Zusatzprogramm aus.
Zugriff aus dem Netzwerk#
Steht die Fotobox in einem Netzwerk, erreicht sie jedes andere Gerät dort über ihre Adresse im Browser — ein Tablet, ein Handy, der Laptop am Nebentisch. Dieser Bereich legt fest, was diese Geräte dort bedienen dürfen (Admin-Bereich "Zugriff aus dem Netzwerk").
Oben zeigt ein Bild, welche Bereiche ein Gerät im Netzwerk erreicht und ob es dafür die PIN braucht: grün offen, orange Bedienoberfläche oder Admin-Bereich ohne PIN, rot PIN verlangt, aber keine hinterlegt. Bild und Karten der Bereiche folgen den Haken schon vor dem Speichern.
Ab Werk kommt aus dem Netzwerk nur die Galerie für externe Geräte durch. Bedienoberfläche und Admin-Bereich bleiben dem Bildschirm der Fotobox vorbehalten, bis sie hier freigegeben werden.
Die vier Bereiche#
| Bereich | Adresse | Ab Werk |
|---|---|---|
| Galerie für externe Geräte | /galerie | offen, sobald die Galerie eingeschaltet ist |
| Bedienoberfläche | / | gesperrt |
| Admin-Bereich | /admin | gesperrt |
| Aufladestation (Guthaben) | /guthaben | gesperrt |
Die Galerie hat keinen eigenen Schalter in diesem Bereich — sie wird dort ein- und ausgeschaltet, wo sie hingehört (Admin-Bereich "Galerie" > "Externe Galerie: Freigabe & Verbinden"). Angezeigt wird hier nur, wie sie gerade steht.
Die Aufladestation zeigt allein die Seite zum Aufladen von Guthaben — für ein Tablet am Eingang, siehe Pay-per-Use einrichten.
Die Adressen#
Unter der Schalterliste stehen die vollständigen Adressen, unter denen die Fotobox gerade erreichbar ist — mit IP-Adresse und Port, wie sie im Browser des anderen Geräts einzutippen sind. Sie stehen auch bei einem gesperrten Bereich da: So ist klar, was nach dem Freigeben einzugeben ist.
Erscheinen mehrere Adressen, hat der Rechner mehrere Netzwerkkarten — meist LAN und WLAN. Passend ist die aus dem Netz, in dem auch das andere Gerät hängt.
Ist die verschlüsselte Verbindung eingeschaltet (Admin-Bereich "Galerie" > "Externe Galerie: Freigabe & Verbinden" > "Verschlüsselte Verbindung"), steht je Bereich zusätzlich eine https-Adresse mit dem eigenen Port dort. Nur über sie gibt es auf dem Tablet das Teilen-Menü des Geräts.
Je Bereich steht eine Karte mit der Hauptadresse, ganz ausgeschrieben. Freigegebene Bereiche haben dazu einen QR-Code: mit dem Tablet oder Handy gescannt, öffnet er die Adresse, ohne sie abzutippen. Adressen weiterer Netzwerkkarten stehen aufklappbar unter "Weitere Adressen".
Der Port der Fotobox#
Die Zahl hinter dem Doppelpunkt in der Adresse ist der Port. Ab Werk ist das 8000. Belegt ein anderes Programm auf demselben Rechner diese Nummer, startet die Fotobox nicht — sie kommt dann gar nicht erst bis zu ihrem eigenen Bildschirm. Für diesen Fall lässt sich die Nummer im Feld "Port der Fotobox" ändern. Erlaubt sind 1024 bis 65535.
Die Änderung greift nach dem nächsten Start der Software. Solange die Fotobox noch auf der alten Nummer läuft, steht das unter dem Feld. Danach gilt die neue Nummer überall: in den Adressen darüber, für Geräte im Netzwerk, für die Galerie auf einem externen Gerät und für die Diashow auf einem zweiten Monitor.
Die Windows-Firewall ist dabei kein Thema: Ihre Freigabe wird beim ersten Start für das Programm erteilt, nicht für eine einzelne Port-Nummer — sie gilt danach für jeden Port, den die Fotobox belegt. Nachzuziehen wäre nur eine von Hand angelegte Regel auf Port 8000 oder die Freigabe einer anderen Firewall.
Wenn der Port beim Start belegt ist#
Der Admin-Bereich hilft in diesem Fall nicht weiter: Er ist Teil der Fotobox und erst erreichbar, wenn sie läuft. Deshalb fragt die Software beim Start selbst. Ist der Port belegt, sucht sie eine freie Nummer in der Nähe und bietet sie in einem Fenster an:
- Ja — die Fotobox startet sofort auf der neuen Nummer und merkt sie sich. Weiteres ist nicht zu tun; im Admin-Bereich steht danach die neue Zahl im Feld.
- Nein — der Start wird abgebrochen, mit dem gewohnten Hinweis auf den belegten Port.
Die Netzwerk-PIN#
Ein freigegebener Bereich lässt sich zusätzlich hinter eine PIN legen. Der Haken "PIN verlangen" steht bei jedem der drei Bereiche einzeln — so bleibt die Galerie für Gäste offen, während die Bedienoberfläche dahinter liegt.
Die Netzwerk-PIN ist von der Admin-PIN getrennt. Wer sie der Betreuung gibt, gibt damit nicht den Admin-Zugang preis: Hinter der Netzwerk-PIN fragt der Admin-Bereich weiterhin nach seiner eigenen.
Vier bis zwölf Ziffern. Solange keine hinterlegt ist, bleiben die Haken wirkungslos — eine Schranke ohne Schlüssel wäre eine Sperre, die niemand mehr aufbekommt.
Ein Gerät, das einen geschützten Bereich aufruft, bekommt eine Eingabemaske in der eingestellten Sprache der Fotobox und ist danach zwölf Stunden entsperrt. Nach einem Neustart der Fotobox fragt sie wieder; ebenso, sobald die PIN geändert oder entfernt wird.
Nach fünf falschen Eingaben nacheinander pausiert die Abfrage eine Minute, bei weiteren Fehlversuchen jeweils doppelt so lang. Gezählt wird je Gerät.
Wann freigeben#
Die Bedienoberfläche freizugeben ist sinnvoll, wenn ein zweiter Bildschirm die Box bedienen soll — etwa ein Tablet am Betreuungsplatz. Den Admin-Bereich freizugeben lohnt, wenn während der Veranstaltung vom Laptop aus nachgestellt wird, ohne sich vor die Box zu stellen.
Nach fünf falschen PIN-Eingaben nacheinander pausiert die Anmeldung eine Minute, bei weiteren Fehlversuchen jeweils doppelt so lang. Gezählt wird je Gerät; die richtige PIN setzt den Zähler zurück.
Was ein gesperrtes Gerät sieht#
Wer von einem anderen Gerät aus etwas Gesperrtes aufruft, bekommt eine Seite in der eingestellten Sprache der Fotobox — keine Fehlermeldung, die nach einem Defekt aussieht. Sie nennt den betroffenen Bereich und Schritt für Schritt den Weg zur Freigabe: Menüpfad und Schalter, passend zum aufgerufenen Teil, dazu den Hinweis, dass am Bildschirm der Fotobox freigegeben wird und nicht vom anderen Gerät aus.
Am Bildschirm der Fotobox selbst ändert das alles nichts, und der Fernzugriff über das Portal führt weiterhin in den Admin-Bereich.
Zwischenspeicher im Browser#
"Caching für Inhalte" (ab Werk an) lässt Browser die Dateien der Oberfläche aufbewahren. Beim nächsten Öffnen fragen sie nur nach, ob die Dateien noch aktuell sind. Das spart Daten und baut die Seiten schneller auf — auf einem Tablet mit der Galerie wie beim Fernzugriff. Nach einem Update kommt trotzdem sofort die neue Fassung.
Status-Webhook#
Die Fotobox meldet ihren Zustand im Takt an einen eigenen Server - als JSON mit denselben Werten, die das Portal der Fernverwaltung zeigt. Damit lässt sich der Zustand auf der eigenen Website zeigen oder in eigene Systeme übernehmen, auch ohne Fernverwaltung.
Alles dazu: Status-Webhook — Aufbau der Meldung, Prüfen der Signatur und fertige Beispiele in PHP und Node.js.