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RAWCaptureBooth Anwenderhandbuch
Version 3.0.0

Willkommen

Dieses Handbuch beschreibt RAWCaptureBooth in der Version 3.0.0: Installation, Einrichtung, den Betrieb an der Veranstaltung und die Fehlersuche.

An wen es sich richtet#

Das Handbuch kennt drei Rollen. Es ist nach ihnen aufgebaut, damit niemand lesen muss, was ihn nichts angeht.

RolleWer das istWas davon gebraucht wird
BetreiberWem die Fotobox gehört; richtet sie ein, verleiht oder betreibt sieDas ganze Handbuch, vor allem "Loslegen" und die Referenzteile
VeranstalterWer die Box für eine Feier bekommt, oft ohne Vorkenntnisse"Betrieb" und die Schnelleinstellungen; dafür gibt es zusätzlich eine Kurzanleitung zum Ausdrucken
GastWer vor der Box steht und Bilder machtNichts. Die Box erklärt sich am Bildschirm selbst

Wie das Handbuch aufgebaut ist#

  • Loslegen führt von der Installation bis zur ersten Aufnahme. Diese Kapitel sind Schritt für Schritt geschrieben; jeder Knopf wird beim Namen genannt.
  • Event-Verwaltung erklärt das Herzstück der Version 3.0.0: Jede Feier ist ein eigenes Event mit eigenen Einstellungen, eigenen Layouts und eigenen Aufnahmen.
  • Event-Einstellungen und System- und Geräteeinstellungen folgen dem Aufbau des Admin-Bereichs. Sie sind zum Nachschlagen gedacht, nicht zum Durchlesen.
  • Werkzeuge behandelt Layout-Editor, digitalen Hintergrund und das Web-Fotoalbum.
  • Betrieb enthält den Ablauf eines Veranstaltungstages, Speicherorte, Datenschutz und die Fehlersuche.

Schreibweise#

  • Ein Pfad im Admin-Bereich steht so: Admin-Bereich "Event-Verwaltung" > "Meine Events".
  • Beschriftungen von Knöpfen und Feldern stehen in Anführungszeichen.
  • Kästen mit farbigem Rand heben hervor, was leicht übersehen wird:

Der schnellste Weg zur ersten Aufnahme#

Wer die Fotobox gerade ausgepackt hat, liest der Reihe nach: Installation, Erster Start, Kamera einrichten, Drucker einrichten und Das erste Event. Alles Weitere lässt sich später nachholen.

Installation

Systemvoraussetzungen#

BetriebssystemWindows 10 oder Windows 11
BildschirmTouchscreen, hochkant oder quer; Auflösung ab 1280 × 800
Zusätzlich nötigMicrosoft WebView2 Runtime (auf aktuellen Windows-Installationen bereits vorhanden)
Für den DruckEin in Windows eingerichteter Drucker
Für Cloud, Mail und Web-FotoalbumInternetverbindung, mindestens zeitweise

Ohne Internetverbindung arbeitet die Fotobox vollständig weiter: Aufnahme, Layout, Druck und Galerie brauchen kein Netz. Nur Versand, Cloud-Upload und die Lizenzprüfung holen sich später nach, was liegen geblieben ist.

32-Bit oder 64-Bit#

Es gibt zwei Setups. Beide enthalten denselben Funktionsumfang, mit einer Ausnahme:

  • 64-Bit — die Regel. Nur hier steht die Anbindung moderner Sony-Alpha-Kameras über das offizielle Sony-SDK zur Verfügung.
  • 32-Bit — nur für alte Geräte mit 32-Bit-Windows oder für Kamera-Treiber, die es ausschließlich in 32 Bit gibt.

Installieren#

  1. Setup starten: RAWCaptureBooth_..._x64_Setup.exe beziehungsweise ..._x86_Setup.exe.
  2. Sprache wählen, danach Lizenzbedingungen und Datenschutzhinweis bestätigen. Die hier gewählte Sprache stellt zugleich die Sprache der Anwendung ein; im Admin-Bereich ist sie jederzeit änderbar.
  3. Zielordner bestätigen. Die Vorgabe ist der Programmordner von Windows.
  4. Zusätzliche Aufgaben wählen:
    • Desktop-Symbol und Startmenü-Eintrag — bei einer Erstinstallation vorausgewählt.
    • Mit Windows starten — für den Kiosk-Betrieb sinnvoll, damit die Box nach einem Stromausfall von selbst wieder hochkommt. Lässt sich später im Admin-Bereich unter "Systemeinstellungen" > "System" ändern.
  5. Installation abschließen und die Anwendung starten.
Setup-Seite "Zusätzliche Aufgaben auswählen"
Die drei Haken entscheiden über Desktop-Symbol, Startmenü-Eintrag und den Start zusammen mit Windows.

Wo die Daten liegen#

Das Programm selbst liegt im Programmordner, alle veränderlichen Daten dagegen im Profil des angemeldeten Benutzers:

%LOCALAPPDATA%\RAWCaptureBooth\
├── config\      Einstellungen des Geräts
├── events\      je Event: Einstellungen, Layouts, Grafiken, Aufnahmen
├── storage\     Ablage der laufenden Sitzung
├── logs\        Protokolle für die Fehlersuche
└── backups\     Sicherungen

Eine Deinstallation lässt diesen Ordner stehen. Aufnahmen und Einstellungen überstehen damit auch eine Neuinstallation.

Erster Start#

Beim allerersten Start liegt ein kurzer Einrichtungsassistent über dem Startbildschirm. Er führt durch Sprache, Admin-Zugang und Lizenz. Was er fragt und was danach zu tun ist, steht im nächsten Kapitel: Erster Start.

Aktualisieren#

Ein Update wird über dasselbe Setup eingespielt; eine Deinstallation ist nicht nötig. Einstellungen, Events und Aufnahmen bleiben erhalten. Die Software meldet sich selbst, wenn eine neue Version vorliegt, und zeigt dazu die Liste der Änderungen an.

Erster Start

Der Einrichtungsassistent#

Beim ersten Start liegt ein Assistent über dem Startbildschirm. Er hat vier Schritte und dauert keine zwei Minuten.

  1. Sprache auswählen — die Sprache der Fotobox. Sie lässt sich später jederzeit ändern; welche Sprachen die Gäste zur Auswahl bekommen, wird getrennt davon beim Event eingestellt.
  2. Admin-Zugang — der Assistent zeigt, wo der Admin-Bereich sitzt: hinter einer versteckten Fläche unten links am Bildschirm, erkennbar an einem blinkenden Punkt. Die Werks-PIN lautet 0000.
  3. So geht es weiter — ein Hinweis darauf, dass die eigentliche Einrichtung im Admin-Bereich stattfindet.
  4. Lizenz — entweder ein Lizenzschlüssel oder die kostenlose Testversion mit vollem Funktionsumfang. Ohne aktive Lizenz oder Testversion lässt sich keine Aufnahme starten. Beides ist später im Admin-Bereich unter "Systemeinstellungen" > "Lizenzverwaltung" nachzuholen.
Vierter Schritt des Einrichtungsassistenten
Der letzte Schritt des Assistenten: entweder einen Lizenzschlüssel eintragen oder die Testversion aktivieren.

Mit "Fertig" schließt der Assistent und erscheint nicht wieder.

In den Admin-Bereich#

  1. Unten links am Bildschirm auf die versteckte Fläche tippen — dort, wo der Punkt blinkt.
  2. PIN eingeben (Werksvorgabe 0000).

Zurück zur Gäste-Ansicht führt der Knopf "Zur Fotobox" am oberen Rand.

Der Rundgang#

Beim ersten Öffnen bietet der Admin-Bereich einen Rundgang an. Er zeigt in wenigen Schritten Menü, Suche, Favoriten, automatisches Speichern und die Event-Verwaltung. Der Rundgang lässt sich jederzeit beenden und später erneut starten.

Er lohnt sich vor allem wegen des Menüaufbaus. Das Menü ist in drei Blöcke geteilt, und der Unterschied entscheidet darüber, wo eine Einstellung zu suchen ist:

BlockFarbeInhalt
Event-VerwaltungAkzentfarbeEvents anlegen, laden, sichern; Presets; Kundenkonfiguration
Event-EinstellungenGrünAlles, was zur einzelnen Veranstaltung gehört und beim Event-Wechsel mitwandert
System-/GeräteeinstellungenLilaAlles, was an dieser Fotobox hängt: Kamera, Drucker, Konten, Lizenz

Darüber steht "Favoriten": Der Stern im Kopf jedes Bereichs legt ihn dort ab — praktisch für die Handvoll Bereiche, die vor jeder Feier angefasst werden.

Die Einrichtungsliste#

Der Bereich "Systemeinstellungen" > "Einrichtung" führt durch alles, was einmal pro Gerät zu tun ist. Die Reihenfolge folgt dem Weg durch die Einrichtung: erst das Gerät betriebsbereit machen, dann die Hardware anschließen, dann die Wege festlegen, auf denen die Bilder zum Gast kommen — und zuletzt die erste Veranstaltung. Was die Fotobox selbst erkennt, hakt sie selbst ab; alles andere wird mit "Erledigt" abgehakt. "Zur Einstellung" springt direkt in den passenden Bereich.

Der Bereich "Einrichtung" im Admin-Bereich
Die Einrichtungsliste: Das Abzeichen oben rechts zählt mit, wie viele der acht Punkte erledigt sind.

Die acht Punkte:

  1. Lizenz aktivieren — ohne aktive Lizenz oder Testversion lässt sich keine Aufnahme starten. Läuft die Testversion, gilt der Punkt als erledigt und weist darauf hin, dass ein Schlüssel jederzeit nachgetragen werden kann.
  2. Admin-PIN ändern — hakt sich nach dem Speichern selbst ab.
  3. Windows für den Fotobox-Betrieb vorbereiten — Rand-Wischgesten abschalten und in den Energieoptionen dafür sorgen, dass weder Bildschirm noch USB-Geräte abschalten. Am einfachsten mit dem kostenfreien Programm "FST" aus dem Download-Bereich der Website; es stellt Windows in einem Zug auf den Fotobox-Betrieb um. Danach "Erledigt" drücken.
  4. Kamera einrichten und testen — bei Spiegelreflex- und Systemkameras hakt eine gelungene Testaufnahme den Punkt selbst ab. Siehe Kamera einrichten.
  5. Drucker einrichten und testen — ein Testdruck hakt den Punkt selbst ab. Ist der Druck ganz abgeschaltet, entfällt der Punkt. Siehe Drucker einrichten.
  6. E-Mail-Konto hinzufügen — Server, Anmeldung und Absender des Postausgangs unter "Zugänge & Konten" > "Mail-Zugang (SMTP)". Sobald Server und Absender stehen, hakt sich der Punkt selbst ab. Der Zugang gilt für alle Events; ob eine Feier Bilder per Mail verschickt, steht beim Event. Siehe Cloud und Mail.
  7. Cloud-Dienst einrichten — ein Konto bei Dropbox oder Google Drive anmelden oder die Adresse des eigenen Servers eintragen, unter "Zugänge & Konten" > "Cloud-Konto". Auch das Konto gilt für alle Events; welcher Dienst bei einer Feier zum Einsatz kommt, steht beim Event. Siehe Cloud und Mail.
  8. Erstes Event anlegen — siehe Das erste Event.

Was danach kommt#

Kamera, Drucker und die Konten für Mail und Cloud gehören zum Gerät und sind damit erledigt. Alles Weitere — Layouts, Startseite, Druckfreigabe, Galerie, QR-Codes — gehört zur einzelnen Veranstaltung und wird im Event eingerichtet.

Kamera einrichten

Zu finden unter Admin-Bereich "System-/Geräteeinstellungen" > "Kamera". Die Kamera gehört zum Gerät: Sie bleibt eingestellt, egal welches Event geladen ist.

Es gibt zwei getrennte Bereiche — "Kamera: Fotos" und "Kamera: GIF & Boomerang". Beide können dieselbe Kamera verwenden oder verschiedene, etwa eine Spiegelreflexkamera für Fotos und eine Webcam für Bewegtbilder. Der Knopf "Von Foto-Kamera übernehmen" spart das doppelte Einstellen.

Kameratyp#

TypWofür
DSLR / DSLMSpiegelreflex- und Systemkameras von Canon, Nikon und Sony. Eingebauter Treiber, keine Zusatzsoftware nötig
Webcam (MediaStream)Einfache USB-Webcams

Der Kamera-Assistent#

Die Einrichtung läuft über den Knopf "Kamera einrichten". Der Assistent fragt nach Hersteller und Anschlussart, prüft die Verbindung und probiert eine Aufnahme. Gespeichert wird erst am Ende mit "Übernehmen & speichern".

  1. Kamera per USB anschließen, einschalten und auf M (manuell) stellen.
  2. Speicherkarte einlegen — auch wenn direkt zum PC übertragen wird, verlangen manche Modelle eine eingelegte Karte.
  3. Im Admin-Bereich "Kamera: Fotos" öffnen, "Kamera einrichten" starten und den Schritten folgen.
  4. Am Ende "Übernehmen & speichern".
Kamera-Assistent bei der Wahl des Herstellers
Nach der Frage Webcam oder DSLR/DSLM folgt die Wahl des Herstellers; der Fortschritt steht über dem Dialog.

Bei Canon-Kameras aktiviert der Assistent zusätzliche Treiber (EDSDK) und verlangt dafür einen Neustart der Anwendung. Das ist normal.

Erkennung prüfen#

Der Abschnitt "Erkannte Kamera" zeigt, was die Software gerade sieht — Modell und Seriennummer. "Erkennung aktualisieren" wiederholt die Suche, etwa nachdem die Kamera eingeschaltet wurde.

Sind mehrere gleiche Kameras angeschlossen, legt "Bestimmte Kamera auswählen" fest, welche gemeint ist (nach Seriennummer, Anschluss oder Modell).

Testaufnahme und Livebild#

  • "LiveView anzeigen" öffnet das Kamerabild im Admin-Bereich, mit Gitter und Spiegelung zum Ausrichten.
  • Eine gelungene Testaufnahme hakt den Punkt "Kamera einrichten und testen" in der Einrichtungsliste selbst ab.
  • Bei einer Webcam gibt es keine Testaufnahme im eigentlichen Sinn; dort genügt die Prüfung des Livebildes, der Punkt wird dann von Hand abgehakt.
Das Livebild-Fenster im Admin-Bereich
"LiveView anzeigen" öffnet das Kamerabild; "Gitter" und "Spiegeln" helfen beim Ausrichten der Kamera.

Belichtung#

Der Abschnitt "Belichtung" liest Blende, Belichtungszeit und ISO direkt von der angeschlossenen Kamera und stellt Änderungen sofort dort ein. Die Werte werden nicht in der Software gespeichert — sie bleiben in der Kamera.

Ein häufiger Fall: Mit Blitz-Einstellungen wie 1/160 s, Blende 9 und ISO 400 ist das Livebild fast schwarz. Dagegen hilft "Livebild über die Kamera aufhellen" — die Belichtung wird nur für die Vorschau angehoben und unmittelbar vor dem Auslösen zurückgestellt, damit die Blitzaufnahme korrekt bleibt. Zeigt eine Kamera im Livebild grundsätzlich keine Belichtungsvorschau (verbreitet bei Einsteigermodellen), wirkt das nicht; dann stattdessen "Vorschaubild aufhellen" verwenden, das rein in der Software arbeitet.

Autofokus#

  • "Autofokus vor jeder Aufnahme auslösen" — bei älteren Kameras nötig, kostet aber Zeit vor dem Auslösen.
  • "Autofokus vor dem Start des Livebildes auslösen" — nicht jede Kamera beherrscht das, und manche können während eines laufenden Livebildes gar nicht fokussieren.

Hersteller-Treiber#

EinstellungBedeutung
Canon-Treiber automatisch ladenEmpfohlen. Der Canon-Treiber wird nur geladen, wenn tatsächlich eine Canon angeschlossen ist — sein Laden kann andere Marken stören
Canon: Bilder direkt zum PC übertragenSchneller, keine Speicherkarte nötig. Schlägt es fehl, wird automatisch über die Karte aufgenommen
Canon: dauerhafte KameraverbindungAb Werk aktiv. Hält die Verbindung offen, statt sie für jede Aufnahme neu aufzubauen
Sony: offizielles Sony-SDKAb Werk aktiv, nur in der 64-Bit-Fassung. Für moderne Alpha-Modelle; an der Kamera den USB-Modus "PC-Fernbedienung" wählen

Nach dem Umstellen dieser Schalter ist die Kamerasitzung neu zu starten.

Wenn es nicht klappt#

BildUrsache und Abhilfe
Keine Kamera erkanntKamera aus, im Ruhezustand oder ein anderes Programm belegt sie. Kamera einschalten, andere Programme schließen, "Erkennung aktualisieren"
Livebild bleibt schwarzObjektivdeckel, Kamera im Automatikmodus bei Blitzeinstellungen, oder das Livebild ist an der Kamera gesperrt
Auslösen ohne ErgebnisAutofokus findet nichts. Auf manuellen Fokus umstellen oder den zusätzlichen Autofokus abschalten
Kamera schläft mitten im Betrieb einAbschaltautomatik der Kamera deaktivieren und in Windows die Energieoptionen prüfen (siehe Einrichtungsliste, Punkt "Windows")
Aufnahme bricht mit Zeitüberschreitung abUnter "Zeitlimits" die Werte erhöhen. Diese Werte nur anfassen, wenn Aufnahmen tatsächlich fehlschlagen

Drucker einrichten

Zu finden unter Admin-Bereich "System-/Geräteeinstellungen" > "Drucker" > "Drucker-Einrichtung".

Der Druck ist auf zwei Bereiche verteilt, und die Trennung ist beabsichtigt:

  • Welches Gerät druckt und wie das Bild aufs Papier kommt — hier, beim Gerät. Gilt für alle Events.
  • Ob und wie oft gedruckt wird — beim Event unter "Fotodruck". Bei der Firmenfeier ohne Druck, bei der Hochzeit mit zwei Abzügen: dieselbe Box, dasselbe Papier, andere Feier.

Vorbereitung in Windows#

Der Drucker muss in Windows eingerichtet sein, mit dem richtigen Papierformat im Treiber (meist 10 × 15 cm beziehungsweise 6″ × 4″). Was dort eingestellt ist, übernimmt die Software.

Hauptdrucker#

  1. Unter "Hauptdrucker" den Betriebsmodus wählen:
    • Einzeldrucker — der Normalfall.
    • Drucker-Pool — mehrere baugleiche Drucker teilen sich die Aufträge.
    • Deaktiviert — diese Box druckt nicht.
  2. Den Drucker aus der Liste auswählen.
  3. "Testdruck" auslösen. Gelingt er, hakt die Einrichtungsliste den Punkt "Drucker einrichten und testen" selbst ab.
Der Bereich "Drucker-Einrichtung"
Aufgeklappt zeigt der Hauptdrucker die Wahl zwischen Einzeldrucker und Pool sowie die Zuordnung des Windows-Druckers.

Fotostreifen: warum zwei Drucker#

Bei vielen Druckern — etwa dem DNP RX1 und RX1-HS — ist der 2″-Schnitt für Fotostreifen eine Einstellung im Druckertreiber, nicht im einzelnen Auftrag. Ein Drucker kann damit entweder 6 × 4 oder Streifen, und die Layout-Auswahl an der Box müsste entsprechend eingeschränkt werden.

Der Ausweg: denselben Drucker in Windows zweimal anlegen.

  1. Erste Warteschlange ohne Schnitt — kommt in der Software unter "Hauptdrucker".
  2. Zweite Warteschlange mit 2″-Schnitt — kommt unter "Fotostreifen-Drucker".

Beide Formate stehen dann gleichzeitig zur Verfügung. Für beide ist auch der Pool-Betrieb mit mehreren Geräten möglich.

Drucker-Pool#

Der Pool verteilt die Aufträge auf mehrere Drucker — gedacht für Veranstaltungen, bei denen ein Gerät mit dem Nachschub nicht hinterherkommt oder ein Papierwechsel den Betrieb nicht anhalten soll.

EinstellungBedeutung
Pool-VerteilungNach welcher Regel der nächste Drucker gewählt wird
Bevorzugter DruckerGerät, das zuerst bedient wird
Zum bevorzugten Drucker zurückkehrenNach einer Ausweichrunde wieder auf das bevorzugte Gerät
Druckerwechsel nach AbzügenWechsel nach einer festen Zahl von Abzügen
Aufträge aufteilenGroße Aufträge auf mehrere Geräte verteilen, ab einer einstellbaren Zahl von Abzügen

Die Software überwacht die Geräte und zeigt an, welcher Drucker online ist, welcher einen Fehler meldet und was in der Warteschlange steht.

Ränder ausrichten#

Kaum ein Drucker trifft das Papier exakt. Dafür gibt es zwei Ebenen:

  1. Korrektur je Drucker ("Korrektur oben/unten/links/rechts") — gleicht die Eigenart des Geräts aus. Sie gehört zum Drucker und bleibt über alle Events hinweg gleich. "Testdruck auf diesem Drucker" prüft das Ergebnis, "Korrektur zurücksetzen" räumt auf.
  2. Offsets beim Event — verschieben das Motiv im Druckbereich, etwa wenn ein Layout einen breiteren weißen Rand haben soll.

DNP-Info-Tool#

Für DNP-Drucker wie RX1 und RX1-HS liest die Software mit dem DNP-Info-Tool den Stand des Verbrauchsmaterials und erweiterte Statusinformationen aus — also, wie viele Abzüge das eingelegte Medium noch hergibt. Der Ordner des Tools wird unter "DNP-Info-Tool" eingetragen; die Angabe gilt für beide Drucker.

Wenn es nicht klappt#

BildUrsache und Abhilfe
Testdruck kommt nichtDrucker offline oder in Windows pausiert. Windows-Warteschlange prüfen
Bild sitzt schief oder ist beschnittenPapierformat im Treiber stimmt nicht, oder die Korrektur je Drucker fehlt
Streifen kommen in 6 × 4Für die Streifen wurde die Warteschlange ohne 2″-Schnitt eingetragen
Druck steht still, Aufträge stauen sichPapier oder Farbband leer; nach dem Nachlegen läuft die Warteschlange weiter
Gäste drucken zu vielBeim Event unter "Fotodruck" die Höchstzahl für Gäste begrenzen oder die Auswahl der Anzahl abschalten

Das erste Event

Kamera und Drucker stehen, die Lizenz läuft. Jetzt fehlt die Veranstaltung. Dieses Kapitel legt ein Event vollständig an — am durchgehenden Beispiel "Hochzeit Mustermann".

Was ein Event ist#

Ein Event ist eine Veranstaltung mit allem, was sie ausmacht: eigene Layouts, eigene Grafiken, eigene Startseite, eigene Druck- und Freigaberegeln und eigene Aufnahmen. Geladen ist immer genau ein Event. Kamera, Drucker, Konten und Lizenz bleiben davon unberührt — sie gehören zur Fotobox.

Ausführlich steht das unter Wie Events funktionieren.

Event anlegen#

  1. Admin-Bereich öffnen, "Event-Verwaltung" > "Meine Events".
  2. "Event hinzufügen oder neu einrichten" drücken. Der Event-Assistent öffnet sich.
Der Bereich "Meine Events"
Unten links startet "Event hinzufügen oder neu einrichten" den Event-Assistenten.

Der Assistent führt in bis zu 14 Schritten durch die Einrichtung. Für das erste Event genügt es, die Vorgaben stehen zu lassen und nur die drei, vier wirklich wichtigen Angaben zu setzen.

Schritt 1: Neu oder bestehend#

"Neues Event anlegen" wählen. Darunter steht, woher der Inhalt kommt:

GrundlageWofür
Aus PresetEine fertige Vorlage mit Layouts, Schriften und Grafiken. Für den Anfang das mitgelieferte Preset "Standard"
Als Kopie eines EventsÜbernimmt alles aus einer bereits eingerichteten Veranstaltung
Leer beginnenNur für den Fall, dass alles von Hand entstehen soll
Aus KundenformularÜbernimmt die Wünsche des Kunden aus einer Formular-Datei (siehe Kundenkonfiguration)

Für das erste Event: Aus Preset, Preset "Standard".

Schritt 2: Event-Basis#

Name, Datum und Notiz. Der Name ist die wichtigste Angabe — aus ihm entstehen der Ordner in der Cloud und der Link zum Web-Fotoalbum. Der Assistent zeigt beides an, während getippt wird, und zwar nur dort, wo es tatsächlich verwendet wird.

Für das Beispiel: Name "Hochzeit Mustermann", Datum des Festes, Notiz etwa "Ansprechpartner Trauzeuge Jan, Abbau ab 2 Uhr".

Schritt 3: Zeitplanung#

Legt fest, ob die Fotobox dieses Event von selbst lädt, wenn es soweit ist. Beginn und Ende mit Uhrzeit, auch über Mitternacht hinweg — eine Feier von 15:00 bis 02:00 wird bis zum Schluss erkannt. Bei einem neuen Event ist der Zeitraum vorbelegt: Beginn jetzt, Ende eine Woche später.

Das ist die Einstellung, die einen Neustart mitten in der Feier harmlos macht: Die Box kommt hoch und lädt genau die Veranstaltung wieder, die gerade läuft.

Die weiteren Schritte#

SchrittWorum es geht
DatenschutzPrivacy-by-default. Ist es aktiv, entfallen Galerie, Web-Fotoalbum, Einzelbild-QR und Mailversand
SchnelleinstellungenWas der Veranstalter während der Feier selbst umschalten darf, samt PIN dafür
AufnahmemodiFoto ist immer aktiv; GIF und Boomerang zusätzlich
LayoutsWelche Layouts je Aufnahmemodus zur Auswahl stehen
Galerie & Online-FreigabeGalerie an der Box, Web-Fotoalbum-QR, Upload-Verhalten, Einzelbild-QR
E-MailOb Gäste ihre Aufnahmen per Mail bekommen können
Live-Ordner-ExportZusätzliche Ablage der fertigen Bilder während der Feier, etwa auf einem USB-Stick
DruckDrucken freigeben, Automatikdruck, Anzahl der Abzüge, Druck aus der Galerie
Nutzungslimits & NutzungszeitBegrenzung von Sessions und Drucken, Zeitfenster für die Nutzung
Countdown, Filter & GestaltungCountdown, Filterauswahl, "Bild dekorieren", digitaler Hintergrund
ZusammenfassungAlles prüfen und übernehmen

Beim Speichern zeigt der Assistent, an welchem Bereich er gerade arbeitet. Konnte ein Bereich nicht gespeichert werden, ist der Bericht farblich abgesetzt und die Ansicht springt dorthin.

Die erste Aufnahme#

  1. Mit "Zur Fotobox" zurück in die Gäste-Ansicht.
  2. Der Startbildschirm zeigt den Namen der Veranstaltung und den Startknopf.
  3. Aufnahme auslösen, Countdown abwarten, Ergebnis prüfen.
  4. Wenn der Druck freigegeben ist: einen Abzug drucken und Farbe, Ränder und Zuschnitt am fertigen Papier prüfen.

Zwischen Events wechseln#

Unter "Meine Events" steht jedes Event mit Name, Zeitraum, Notiz, Zählern und belegtem Speicherplatz; das geladene ist hervorgehoben. "Laden" wechselt dorthin. Damit tauschen sich Layouts, Grafiken, Zugangscode und Limits aus — Kamera und Drucker bleiben, wie sie sind.

Wie Events funktionieren

Jede Veranstaltung ist ein eigenes Event. Es bringt seine eigenen Einstellungen, Layouts, Grafiken und Aufnahmen mit. Geladen ist immer genau ein Event; sein Name steht in der Überschrift des Admin-Bereichs, damit jederzeit erkennbar ist, was gerade bearbeitet wird.

Die Trennung, auf die alles aufbaut#

Gehört zum Event — wechselt mitGehört zur Fotobox — bleibt
Layouts, Schriftarten, Grafiken, StickerKamera und ihre Einstellungen
Startseite, Design, BrandingDrucker und Fotostreifen-Drucker
Aufnahmemodi, Filter, CountdownBuzzer, Relais, Lichtsteuerung
Druckfreigabe, Abzüge, NutzungslimitsCloud-Konto und Mail-Konto
Cloud-Kennung und ZugangscodeLizenz
Galerie, QR-Codes, Web-FotoalbumBildschirmauflösung und Skalierung
Diashow, BetriebszeitenAdmin-PIN, Sprache des Admin-Bereichs
Sprachauswahl für GästeOutbox — die Warteschlange für den Versand
Schnelleinstellungen samt PINFernverwaltung
Aufnahmen, Galerie, Zähler

Diese Trennung ist auch im Menü sichtbar: Die grünen Bereiche gehören zum Event, die lila Bereiche zum Gerät.

Was beim Laden eines Events passiert#

Beim Laden werden die eventgebundenen Einstellungen, Layouts und Grafiken ausgetauscht, und die Galerie zeigt ab sofort die Aufnahmen des neuen Events. Kamera und Drucker bleiben verbunden.

Aufnahmen gehen dabei nie verloren: Sie liegen im Ordner ihres Events und tauchen wieder auf, sobald es erneut geladen wird.

Wie ein Event zu seinem Namen kommt#

Drei Angaben gehören zusammen und werden im Event-Assistenten oder unter "Meine Events" gepflegt:

AngabeWozu
NameWas Betreiber und Gäste sehen, etwa "Hochzeit Mustermann"
KennungDer Ordner in der Cloud. Entsteht automatisch aus dem Namen
ZugangscodeWomit das Web-Fotoalbum geöffnet wird. Steht in den QR-Codes

Presets, Kopien und Vorlagen#

Ein Event kann leer beginnen oder von etwas Vorhandenem abstammen:

  • Preset — eine Vorlage aus Layouts, Schriften, Grafiken und eventgebundenen Einstellungen. Ein Preset enthält nie Kamera, Drucker, Cloud-Konto oder Lizenz und stellt deshalb nie die Hardware um. Das mitgelieferte Preset "Standard" steht immer zur Verfügung.
  • Kopie eines Events — übernimmt alles aus einer bereits eingerichteten Veranstaltung, ohne deren Aufnahmen.
  • Kundenformular — die Wünsche des Kunden werden aus einer Datei übernommen, siehe Kundenkonfiguration.

Wo die Daten liegen#

%LOCALAPPDATA%\RAWCaptureBooth\events\<Event>\
├── config\      Einstellungen dieses Events
├── layouts\     Layouts
├── fonts\       Schriftarten
├── branding\    Logos und Grafiken
├── sessions\    Aufnahmen je Sitzung
└── gallery\     Galerie mit Vorschaubildern

Der Ablageort aller Events lässt sich in den Geräteeinstellungen umstellen — sinnvoll, wenn viele Veranstaltungen aufbewahrt werden und die Systemplatte klein ist.

Events verwalten

Zu finden unter Admin-Bereich "Event-Verwaltung" > "Meine Events". Jedes Event steht dort mit Name, Zeitraum beziehungsweise Datum, Notiz, Zählern und belegtem Speicherplatz; das geladene Event ist hervorgehoben.

Die Event-Liste im Admin-Bereich
Das geladene Event ist hervorgehoben und trägt das Abzeichen "Aktives Event"; darunter stehen seine Aktionen.

Die Aktionen je Event#

KnopfWirkung
LadenMacht das Event zum aktiven. Layouts, Grafiken, Zugangscode und Limits wechseln mit
DuplizierenLegt eine Kopie an, ohne Aufnahmen. Die Schnelleinstellungs-PIN wird mitkopiert
Zeitraum/PlanungBeginn und Ende festlegen, siehe unten
Zähler zurücksetzenSetzt Sessions, Aufnahmen, Animationen und Drucke auf null. Die Aufnahmen selbst bleiben
ArchivierenNimmt das Event aus der Auswahl, erhält es aber vollständig. "Archivierte Events anzeigen" holt es wieder in die Liste
LöschenEntfernt das Event. Beim Löschen wird gefragt, ob die Aufnahmen mit sollen

Eine Notiz je Event nimmt auf, was sonst auf einem Zettel landet — Ansprechpartner, Abbauzeit, Besonderheiten. Sie ist nur intern sichtbar.

Zeitraum und automatisches Laden#

"Zeitraum/Planung" legt fest, wann das Event gilt:

  • Beginn und Ende mit Uhrzeit, auch über Mitternacht hinweg. Endet die Feier nach Mitternacht, wird beim Ende einfach das Datum des Folgetags eingetragen.
  • Ohne Ende gilt der Zeitraum bis zum Ende des Anfangstags.
  • Ohne Zeitraum bleibt alles wie bisher: Das Event wird von Hand geladen.

Was daraus folgt:

  1. Beim Start der Software wird das Event automatisch geladen, wenn sein Zeitraum gerade läuft — auch nach einem Neustart mitten in der Veranstaltung.
  2. Im laufenden Betrieb schlägt der Admin-Bereich beim Anmelden vor, das passende Event zu laden. Gewechselt wird erst auf Bestätigung, weil ein Wechsel Layouts, Grafiken, Zugangscode und Limits austauscht.
  3. Überschneiden sich zwei Zeiträume, wird der zuletzt begonnene vorgeschlagen; beide Events bleiben erhalten.
  4. Am Kopf der Liste steht, welches Event als Nächstes von selbst geladen wird.

Datum und Uhrzeit werden über einen eigenen Auswahl-Bildschirm eingestellt: Monatskalender mit großen Tageskacheln, Uhrzeit in Viertelstunden-Schritten, dazu "Heute", "Morgen", "Nächster Samstag" und "In einer Woche".

Auswahl von Datum und Uhrzeit
Monatskalender, Schnellauswahl und Uhrzeit in Viertelstunden-Schritten - derselbe Bildschirm gilt auch für den Event-Assistenten und die Betriebszeiten.

Event-Auswahl beim Start#

Der Schalter "Beim Start Event-Auswahl zeigen" lässt die Fotobox beim Programmstart fragen, welches Event geladen werden soll. Die Auswahl erscheint anstelle des Startbildschirms und wartet ohne Zeitablauf; "Ohne Wechsel fortfahren" behält das zuletzt geladene Event. Gefragt wird einmal je Programmstart.

Ist die Option aus, läuft beim Start das zuletzt geladene Event weiter — im Kiosk-Betrieb mit Autostart die richtige Einstellung. Läuft der Zeitraum eines geplanten Events, entfällt die Auswahl ohnehin und dieses Event wird geladen.

Sichern, umziehen, weitergeben#

Unter der Event-Liste führt "Importieren / Exportieren" zu den Event-Paketen. Ein Paket enthält Einstellungen, Layouts, digitale Hintergründe und Grafiken einer Veranstaltung — auf Wunsch auch deren Aufnahmen.

Beim Export wird gewählt, ob die Aufnahmen mitgehen; der Haken nennt vorab, wie viel Platz sie zusätzlich brauchen. Auch archivierte Events lassen sich sichern.

Enthalten sind außerdem der Zugangscode und die Schnelleinstellungs-PIN — damit eine Sicherung nach einem Geräteausfall vollständig ist und bereits verteilte QR-Codes weiter stimmen.

Beim Import entsteht immer ein neues Event; ein vorhandenes wird nie überschrieben. Der Zugangscode aus dem Paket wird übernommen, damit ausgegebene QR-Codes weiter funktionieren. Ist er auf dieser Box schon vergeben, entsteht automatisch ein neuer.

Nach dem Import ist das Event angelegt, aber noch nicht geladen — dafür in der Liste "Laden" antippen.

Kundenkonfiguration

Statt Wünsche am Telefon abzufragen und von Hand einzutragen, füllt der Kunde ein Formular aus. Die zurückgeschickte Datei wird eingelesen — und die Fotobox steht so, wie er es wollte.

Der Ablauf hat drei Teile:

  1. Formular zusammenstellen und dem Kunden schicken.
  2. Der Kunde füllt es aus und schickt die Export-Datei zurück.
  3. Datei einlesen — entweder direkt beim Anlegen eines Events oder in einen bestehenden Stand.

Formular zusammenstellen#

Zu finden unter Admin-Bereich "Event-Verwaltung" > "Kundenkonfiguration" > "Kundenformular erstellen".

  1. Aus der Liste aller Fragen anhaken, was der Kunde beantworten soll. Beim ersten Öffnen ist eine gängige Auswahl vorbelegt; danach bleibt die zuletzt getroffene Auswahl erhalten.
  2. Überschrift, Unterzeile und einen Hinweistext oben im Formular festlegen. Der Hinweistext erscheint unverändert über den Fragen — also so formulieren, wie der Kunde ihn lesen soll.
  3. Sprache des Formulars wählen. Der Kunde kann sie im Formular selbst umstellen; alle sechs Anwendungssprachen stehen zur Verfügung.
  4. Wahlweise "Aktuelle Einstellungen als Vorgabe setzen" — dann sieht der Kunde den jetzigen Stand der Fotobox und ändert nur, was er anders möchte.
  5. "Formular erstellen" und einen Speicherort wählen.
Die Fragenliste beim Erstellen des Kundenformulars
Angehakt ist, was im Formular erscheint - alles andere bleibt beim späteren Einlesen unverändert.

Es entsteht eine einzelne HTML-Datei. Sie lässt sich per E-Mail versenden und funktioniert beim Kunden ohne Internetverbindung — ein Doppelklick genügt.

Gefragt wird unter anderem auch, ob die Fotobox per Touchscreen, per Buzzer oder auf beide Arten bedient werden soll.

Antwort einlesen#

Der Kunde schickt die Export-Datei zurück. Zwei Wege führen von dort weiter:

Als neues Event — im Event-Assistenten, erster Schritt, "Inhalt" > "Aus Kundenformular". Name, Notiz und alle Wünsche kommen aus der Datei, sodass die folgenden Schritte bereits ausgefüllt sind. Darunter wird gewählt, woher die übrigen Einstellungen und die Layouts kommen: aus einem Preset, als Kopie eines Events oder gar nicht. Ein selbst eingetippter Name oder eine eigene Notiz werden dabei nicht überschrieben.

In den bestehenden Stand — unter "Kundenkonfiguration" die Datei auswählen, "Vorschau prüfen" drücken und den Bericht lesen. Er zeigt die Angaben aus dem Formular, die geplanten Änderungen und Hinweise. Erst "Konfiguration anwenden" übernimmt sie; vorher wird automatisch ein Preset als Sicherung angelegt.

Was der Kunde nicht sieht#

Das Formular fragt nach Wünschen, nicht nach Technik: keine Zugangsdaten, keine Kameraeinstellungen, keine Druckerauswahl. Es ist als Gesprächsersatz gedacht, nicht als Fernsteuerung der Fotobox.

Event-Presets

Ein Preset ist eine Schablone. Es speichert die Einstellungen einer Veranstaltung samt Layouts, Schriftarten und Grafiken — aber keine Aufnahmen und keine Zähler.

EventPreset
Was es istEine laufende oder vergangene VeranstaltungDie Vorlage, aus der neue Events entstehen
Enthält AufnahmenJaNein
Enthält ZählerJaNein
Enthält Layouts und GrafikenJaJa
Enthält Kamera, Drucker, Konten, LizenzNein — das gehört zum GerätNein

So wird damit gearbeitet#

  1. Ein Event einmal so einrichten, wie es wieder gebraucht wird — Layouts, Farben, Druckregeln, Freigaben.
  2. Diesen Stand hier als Preset speichern und sprechend benennen: "Hochzeit klassisch", "Firmenfeier ohne Cloud", "Messe mit Pay-per-Use".
  3. Beim Anlegen des nächsten Events im Assistenten dieses Preset als Grundlage wählen.

Ein mitgeliefertes Preset "Standard" steht immer zur Verfügung und lässt sich nicht löschen. Es ist der Rückfallpunkt, wenn ein Event von Grund auf neu entstehen soll.

Presets weitergeben#

Presets lassen sich exportieren und wieder einlesen — praktisch, um denselben Stand auf eine zweite Box zu bringen oder ihn zu sichern.

Startseite, Screens und Texte

Alles in diesem Kapitel gehört zum Event und wechselt beim Event-Wechsel mit.

Sprachen für Gäste#

"Sprachen für Gäste" legt fest, welche Sprachen den Gästen dieser Veranstaltung angeboten werden. Das ist etwas anderes als die Sprache des Admin-Bereichs — die steht unter "System-/Geräteeinstellungen" > "Sprache" und bleibt am Gerät.

Startseite anpassen#

Der erste Bildschirm, den Gäste sehen. Er besteht aus drei Blöcken:

BlockInhalt
TexteTitel und Untertitel, etwa "Hochzeit Anna & Jan" und "Tippe auf Start"
Galerie & Start-ButtonsOb der Galerie-Knopf erscheint, wie die Knöpfe angeordnet sind (neben- oder untereinander) und wo sie sitzen (oben, unten, unterhalb des QR-Codes)
Livebild als HintergrundDas laufende Kamerabild hinter Logo, Titel und Knöpfen

Farben, Schrift und Logo stehen nicht hier, sondern unter Erscheinungsbild — sie gelten für die ganze Oberfläche, nicht nur für die Startseite.

Nutzungs- und Datenschutzhinweise#

Ein Hinweisbildschirm vor dem Ablauf — für Datenschutz, Nutzungsbedingungen oder Warnungen. Der Inhalt wird als HTML hinterlegt und unverändert übernommen.

Direkt danach kann ein benutzerdefinierter HTML-Hinweisbildschirm folgen, mit frei wählbarer Beschriftung des Weiter-Knopfs. Er ist für alles gedacht, was über den einfachen Hinweis hinausgeht, etwa eine formulierte Einwilligung.

Info-Screen vor der ersten Aufnahme#

Ein Overlay über dem Livebild, kurz bevor es losgeht — "Bitte lächeln und in die Kamera schauen!". Einstellbar sind der Text, eine Timer-Dauer und ob die Knöpfe "Jetzt starten" und "Abbrechen" sichtbar sind. Sind sie ausgeblendet, führt nur der Timer weiter; dann muss die Dauer mindestens eine Sekunde betragen.

Info-Screen vor weiteren Aufnahmen#

Dasselbe zwischen den Aufnahmen eines Mehrbild-Layouts. Hier lässt sich je Aufnahme ein eigener Text hinterlegen: Der erste Text erscheint vor der zweiten Aufnahme, der zweite vor der dritten und so weiter.

Hat das Layout mehr Aufnahmen als Texte hinterlegt sind, wird entweder der letzte Text weiter gezeigt oder die Liste von vorn wiederholt.

Kontakt-Knopf#

Blendet auf der Startseite einen Knopf ein, über den Gäste Kontaktinformationen sehen oder ein Problem melden können. Beschriftung, Titel und Inhalt sind frei wählbar; voreingestellt ist "Kontakt / Problem melden".

Erscheinungsbild

Das Erscheinungsbild gilt für die ganze Gäste-Oberfläche: Startseite, Auswahlbildschirme, Galerie, Overlays und Knöpfe. Es gehört zum Event, jede Veranstaltung kann also anders aussehen.

Farben und Schrift#

EinstellungWirkt auf
HintergrundfarbeDie Fläche hinter allem
FlächenfarbeKarten, Overlays und Knöpfe
TextfarbeAlle Beschriftungen
AkzentfarbeHervorhebungen, aktive Elemente, den Startknopf
SchriftfamilieKommagetrennte Liste; die erste verfügbare Schrift wird verwendet

Logo und Hintergrundmedien#

MediumFormate und Grenzen
LogoPNG, JPG, maximal 5 MB
HintergrundbildPNG, JPG, empfohlen 1920 × 1080, maximal 12 MB
HintergrundvideoMP4 oder WebM

Logos und Hintergründe werden automatisch skaliert. Jedes Medium lässt sich entfernen oder auf die Werksvorgabe zurücksetzen.

Vorschaubilder#

Das hier hinterlegte Foto füllt in der Layout-Auswahl jeden Bildplatz und zeigt in der Filterauswahl, wie jeder Filter wirkt. Ohne eigenes Foto wird das mitgelieferte Beispielbild verwendet.

Am besten eignet sich ein Querformat im Seitenverhältnis 6:4 (PNG, JPG oder WebP).

Session-Ablauf

Der Menüpunkt "Session-Ablauf" fasst zusammen, was zwischen dem Startknopf und der Rückkehr zum Startbildschirm passiert. Er besteht aus vier Bereichen.

Während der Aufnahme#

Bedienung im Session-Ablauf — ob Gäste eine laufende Session abbrechen dürfen und wie der Abbruch aussieht: als Knopf in der Reihe unter dem Bild oder als rundes "X" oben rechts.

Layout-Auswahlbildschirm — ob Titel, Beschreibung und Aufnahmeanzahl der Layouts dort eingeblendet werden.

Aufnahme- und Info-Screens — ob Layout-Titel und Aufnahmezähler während der Aufnahme und auf den Zwischen-Screens sichtbar sind.

Hinweise im Abschlussbildschirm — die kurzen Meldungen am oberen Rand, wenn Druck, E-Mail-Versand oder Cloud-Upload starten. Größe und Anzeigedauer sind einstellbar.

Bildvorschau und Wiederholen#

Zeigt nach jeder Aufnahme das gerade entstandene Bild kurz an.

EinstellungBedeutung
AnzeigedauerIn Sekunden; 0 heißt: stehen bleiben, bis der Gast bestätigt
Auch bei Einzelbild-LayoutsIst sie aus, erscheint die Vorschau nur bei Layouts mit mehreren Bildern
Neu aufnehmen anbietenGäste dürfen ein misslungenes Bild wiederholen
Maximale Wiederholungen0 heißt unbegrenzt

Countdowns#

EinstellungBedeutung
Countdown vor AufnahmeDauer in Sekunden; 0 blendet die Anzeige aus
PositionWo die Zahl über dem Livebild erscheint
DesignAussehen der Anzeige, mit Vorschau
TonTonsignal beim Countdown, Ton auswählbar und anhörbar

Drei Sekunden sind ein guter Startwert: genug, um sich zu sortieren, kurz genug, damit niemand das Lächeln verliert.

Rückkehr zum Startbildschirm#

Kehrt die Box automatisch zum Startbildschirm zurück, wenn niemand mehr bedient. Jede Berührung startet die Zeit neu. Getrennt einstellbar für:

  • Auswahl- und Infobildschirme
  • Galerie
  • Abschlussbildschirm

0 schaltet den jeweiligen Bereich ab, der Höchstwert liegt bei 900 Sekunden. Am unteren Rand läuft dazu eine Fortschrittsleiste, die sich abschalten lässt; darüber kann ein Hinweistext stehen, in dem {seconds} die verbleibenden Sekunden einsetzt.

Zusätzlich lässt sich vorher "Bist du noch da?" fragen: "Ich bin noch da" startet die Zeit neu, ohne Antwort geht es zurück zum Startbildschirm.

Ohne diese Rückkehr bleibt eine halb bediente Box im letzten Bildschirm stehen, und der nächste Gast weiß nicht, ob er stört oder starten darf.

Aufnahmemodi, Layouts und Filter

Aufnahmemodi und Layout-Zuordnung#

Hier wird festgelegt, was Gäste im Session-Ablauf sehen und auswählen können. Es gibt drei Modi, jeder mit derselben Struktur.

ModusBesonderheit
FotoImmer aktiv
GIFMehrere Einzelbilder werden zu einer Animation. Optional als Boomerang wiederholt
BoomerangAufnahme mit Hin- und Rücklauf

Je Modus wird eingestellt:

  • Verfügbare Layouts — mindestens eines, sonst lässt sich der Modus nicht aktivieren.
  • Layout-Auswahl durch Gäste erlauben — ist sie aus, wird immer das Standardlayout genommen.
  • Standardlayout — greift, wenn Gäste nicht auswählen dürfen; "Automatische Auswahl" überlässt es der Software.

Für GIF und Boomerang kommen dazu: Anzahl der Bilder, Intervall zwischen den Bildern, Schleifen und ob der Ausdruck erlaubt ist.

Layout-Editor#

Layouts entstehen im Layout-Editor — Bildplätze, Rahmen, Texte, Grafiken, Hintergründe. Er hat ein eigenes Kapitel; hier steht nur die Zuordnung, welches Layout in welchem Modus erscheint.

Layouts gehören zum Event. Ein Preset bringt eigene mit, eine Kopie eines Events übernimmt dessen Layouts.

Filterauswahl#

"Filterübersicht aktivieren" blendet nach der Aufnahme eine Auswahl an Bildlooks ein — etwa Schwarz-Weiß, Comic oder ein warmer Vintage-Look. Angehakt wird, welche Filter zur Auswahl stehen.

Wie ein Filter wirkt, zeigt die Vorschau anhand des Fotos aus Erscheinungsbild > "Vorschaubilder".

Bild dekorieren#

Erlaubt es, das fertige Bild vor dem Teilen oder Drucken zu bemalen und mit Stickern zu versehen.

BereichEinstellungen
Anzeige & AblaufOb die Funktion aktiv ist und ob vorher gefragt wird, ob dekoriert werden soll
WerkzeugeSticker, Zeichnen, Radierer, Text, Textfarbe, Schriftart-Auswahl — jedes einzeln freigebbar
StandardwertePinselfarbe und Pinselgröße beim Öffnen

Eigene Sticker lassen sich hochladen; sie erscheinen in der Seitenleiste vor den mitgelieferten.

Digitaler Hintergrund

Der digitale Hintergrund ersetzt das, was hinter den Gästen zu sehen ist. Eingerichtet wird er im Background-Studio (Admin-Bereich "Digitaler Hintergrund" > "Background-Studio öffnen"), und zwar anhand eines Referenzfotos statt auf Verdacht.

Zwei Wege zur Freistellung#

ModusWie er arbeitetWann er passt
Chroma-Key (Greenscreen)Trennt anhand der Farbe. Braucht ein grünes Tuch und gleichmäßiges LichtFester Aufbau mit Platz für ein Tuch
KI-FreistellungEin externer 64-Bit-Dienst trennt Person und Hintergrund. Kein Tuch nötigWenn kein Greenscreen aufgebaut werden kann

Chroma-Key#

Im Studio wird die Schlüsselfarbe am Referenzfoto gesetzt, dazu die Toleranz. Die Maskenvorschau zeigt sofort, was ausgeschnitten wird.

KI-Freistellung#

Der 64-Bit-KI-Dienst (etwa ein rembg-Server) wird separat installiert und gestartet; die Fotobox schickt das Foto dorthin und setzt es auf den neuen Hintergrund. Einstellbar sind:

EinstellungBedeutung
KI-Service-URLAdresse des laufenden Dienstes; der Status daneben zeigt, ob er erreichbar ist
KI-Modell"BiRefNet Lite" ist empfohlen — bestes Verhältnis aus Qualität und Geschwindigkeit
Alpha-MattingVerbessert feine Kanten wie Haare, kostet aber Rechenzeit je Aufnahme
KI-ZeitlimitMaximale Wartezeit je Aufnahme; auf schwachen Geräten erhöhen

Hintergründe verwalten#

Hintergrundbilder werden als PNG oder JPG hochgeladen und benannt. Jeder Hintergrund lässt sich als aktiv markieren:

  • Ein aktiver Hintergrund wird immer verwendet.
  • Mehrere aktive Hintergründe ergeben im Session-Ablauf eine Auswahl für die Gäste.
  • Ist die Auswahl abgeschaltet, gilt immer der im Studio als aktiv markierte Hintergrund.

Fotodruck beim Event

Dieser Bereich regelt den Ablauf des Druckens bei dieser Veranstaltung. Welches Gerät druckt und wie es das Papier trifft, steht getrennt davon unter Drucker einrichten beim Gerät.

Ob und wo gedruckt wird#

EinstellungBedeutung
Drucken nach Session anbietenDer Grundschalter. Ist er aus, taucht Druck nirgends auf
Druck im Abschlussbildschirm erlaubenDer Knopf direkt nach der Aufnahme
Druck in der Galerie erlaubenNachträglich aus der Galerie heraus
Nach Session automatisch druckenJedes fertige Bild geht ohne Nachfrage auf Papier

Wie viele Abzüge#

EinstellungBedeutung
Abzüge je DruckvorgangWie viele Blatt ein Druckauftrag erzeugt
Gäste können die Anzahl wählenGibt die Entscheidung an die Gäste
Höchstzahl für GästeDie Obergrenze dieser Auswahl
Druck-Knopf nach dem Start deaktivierenVerhindert, dass mehrfach getippt wird, während der Drucker noch arbeitet

Wo das Bild auf dem Papier sitzt#

Zusätzlich zur Korrektur je Drucker gibt es hier Offsets für dieses Event:

  • Symmetrischer Rand-Offset — gleicher Abstand auf allen Seiten.
  • Einfaches Verschieben — waagerecht, senkrecht und die Bildgröße in Millimetern.
  • Erweiterte Einzel-Offsets — oben, unten, links und rechts getrennt.
  • Ausrichtung — automatisch, Hoch- oder Querformat erzwingen.
  • Auftragsname — was in der Windows-Warteschlange steht; voreingestellt "Photobooth".

Grenzen und Zähler#

Wie viele Drucke insgesamt erlaubt sind, steht unter "Zähler & Limits". Dort lässt sich auch sehen, wie viel bereits gedruckt wurde — die verlässlichste Grundlage für die Frage, ob das Papier bis Mitternacht reicht.

Cloud und E-Mail

Dieser Bereich beschreibt die Wege, auf denen ein Bild die Fotobox verlässt. Die Konten dahinter — Cloud-Anmeldung und Postausgang — gehören zum Gerät und stehen unter Zugänge und Konten.

Cloud-Upload#

EinstellungBedeutung
Cloud-Upload aktivierenDer Grundschalter für diese Veranstaltung
Upload-ZielDropbox, Google Drive, RAWCaptureBooth Selfhosted-Server oder Export in einen Zielordner
Upload-ModusAutomatisch hochladen oder vorher fragen
Unterordner für Kategorien anlegenSortiert am Ziel in "Layout-Bilder", "Roh-Bilder", "Bearbeitete Bilder" und "Animationen"
Bei fehlender Internetverbindung später hochladenAufträge wandern in die Outbox und gehen automatisch später raus

Zusätzlich lässt sich festlegen, was außer dem fertigen Layout-Bild noch hochgeladen wird:

  • Bearbeitete Einzelaufnahmen — die einzelnen Bilder so, wie sie im Layout erscheinen, mit digitalem Hintergrund und Filter. Verlängert den Upload.
  • Unbearbeitete Kamera-Originale — ausdrücklich nicht empfohlen: Rohbilder können je nach Kamera bis zu 50 MB groß sein.

E-Mail an Gäste#

Legt fest, ob die Gäste dieser Veranstaltung ihre Bilder per Mail bekommen und was in der Mail steht.

EinstellungBedeutung
Versand aktivierenDer Grundschalter
Betreff und NachrichtentextFrei formulierbar
Absender-Adresse, Reply-ToWas der Gast als Absender sieht

Im Text stehen Platzhalter zur Verfügung: {session_id}, {layout_id}, {final_image_url}, {gallery_url} und {recipient}.

Was passiert ohne Netz#

Nichts geht verloren: Uploads und Mails wandern in die Outbox und werden nachgeholt, sobald die Verbindung zurück ist. Der Stand der Warteschlange steht unter "Outbox / Später senden".

QR-Codes

Zwei verschiedene QR-Codes, die oft verwechselt werden:

QR-CodeWo er stehtWohin er führt
Web-FotoalbumAuf dem StartbildschirmZur Galerie der ganzen Veranstaltung
EinzelbildNach der Aufnahme und in der GalerieZu genau diesem einen Bild

Web-Fotoalbum-QR#

Zeigt den QR-Code dauerhaft auf dem Startbildschirm, sodass Gäste die Galerie aufs eigene Handy holen können.

EinstellungBedeutung
QR-Code-URLAutomatisch aus dem aktiven Cloud-Upload-Ziel ermittelt oder manuell aus Basis-URL und Parameter
Im Offline-Modus ausblendenVerhindert einen QR-Code, der ins Leere führt, solange kein Netz da ist
QR-Stil, QR-Farbe, SchriftfarbeAussehen der Karte
Halbtransparent anzeigenWie der Galerie-Knopf; bei halbtransparenter Darstellung ist die eckige Optik empfohlen
LeuchteffektAnimierte Umrandung in der Akzentfarbe

Einzelbild-QR#

Gibt einem Gast genau sein Bild aufs Handy, ohne dass es im Web-Fotoalbum landen muss.

EinstellungBedeutung
Einzelbild-Download aktivierenDer Grundschalter
QR-Code-ErstellungSofort vorbereiten zeigt den Code schneller, lädt aber jedes Bild automatisch hoch. Erst bei Auswahl lädt nur hoch, wenn ein Gast den Code wirklich möchte
Gültigkeitsdauer60 Sekunden bis 180 Tage, voreingestellt 24 Stunden

Ohne Cloud kein QR-Code#

Beide Funktionen setzen einen Upload-Weg voraus. Ist der Cloud-Upload aus oder Privacy-by-default aktiv, werden sie gar nicht erst angeboten.

Galerie an der Fotobox

Die Galerie zeigt die Aufnahmen dieser Veranstaltung an der Box selbst. Sie wird über einen Knopf auf dem Startbildschirm geöffnet und zeigt nur die Bilder des geladenen Events.

Grundeinstellungen#

EinstellungBedeutung
Galerie aktivierenBlendet den Knopf auf dem Startbildschirm ein
Sortierung der BilderReihenfolge, in der die Bilder erscheinen
Maximale Anzahl Galerie-BilderBegrenzt nur die Anzeige (neueste zuerst); es wird nichts gelöscht
Galerie auf Seiten aufteilenSeitenweise blättern statt alles untereinander
Bilder pro Seite1 bis 200, wirkt nur bei aktiver Aufteilung

Darstellung#

EinstellungBedeutung
Anzeige-Modus"Original-Format" zeigt jedes Bild in seinem eigenen Seitenverhältnis; die anderen Modi verwenden einheitliche Kacheln
Kachel-FormatSeitenverhältnis der Kacheln, nur bei einheitlichen Kacheln wirksam
Zurück-Button"Fest" scrollt ihn mit den Bildern weg, die andere Einstellung hält ihn sichtbar

Was Gäste aus der Galerie heraus tun dürfen#

SchalterVoraussetzung
DruckDer Druck muss beim Event freigegeben sein
E-MailDer Mailversand muss aktiv sein
Einzelbild-QRDie Einzelbild-QR-Funktion muss aktiv sein

Jeder dieser Schalter kann für die Galerie getrennt abgeschaltet werden, auch wenn die Funktion im Abschlussbildschirm angeboten wird.

Ist Privacy-by-default aktiv, entfällt die Galerie ganz — die Sitzungsdaten werden unmittelbar nach der Session gelöscht.

Diashow und Bildschirmschoner

Steht die Box eine Weile still, kann sie die bisherigen Aufnahmen zeigen. Das ist zugleich die beste Werbung für sich selbst: Wer die Bilder der anderen sieht, stellt sich an.

Bildschirmschoner#

EinstellungBedeutung
Bildschirmschoner aktivierenDer Grundschalter
Start nach InaktivitätIn Sekunden; 0 schaltet ihn ab
AnzeigeartDiashow der Aufnahmen oder ein hinterlegtes Video
Auch auf anderen Screens startenSonst startet er nur auf dem Startbildschirm

Ein Tippen auf den Bildschirm beendet ihn.

Diashow#

EinstellungBedeutung
Anzeigedauer pro BildIn Sekunden
ReihenfolgeEtwa neueste zuerst oder zufällig
Maximale Anzahl Bilder0 zeigt alle
ÜbergangseffektWie ein Bild ins nächste übergeht
Text-OverlayOptionaler Hinweistext über der Diashow, mit eigener Beschriftung des Beenden-Knopfs

Video statt Bildern#

Ein Video (MP4 oder WebM) läuft stumm in einer Endlosschleife. Bei abweichendem Seitenverhältnis lässt sich wählen, ob es den Bildschirm füllt und dabei beschnitten wird oder mit schwarzen Balken erscheint.

Sinnvoll für Sponsorenclips, Trauungsfilme oder Werbung des Betreibers — überall dort, wo die Bilder der Gäste nicht öffentlich laufen sollen.

Zweiter Bildschirm#

Für einen zweiten Monitor wird die Adresse http://localhost:8000/slideshow in einem eigenen Browser- oder Kiosk-Fenster auf diesem Bildschirm geöffnet. Dort läuft die Diashow dauerhaft, unabhängig davon, was die Gäste an der Box gerade tun.

Pay-per-Use

Ist Pay-per-Use aktiv, erscheint vor dem Start ein Zahlungsbildschirm. Gedacht ist das für öffentliche Aufstellungen — Messen, Kirmes, Bars — wo nicht der Veranstalter, sondern der Gast zahlt.

Die Zugangsdaten des Zahlungsanbieters gehören zum Gerät und stehen unter Zugänge und Konten. Hier steht, ob und wie viel kassiert wird.

Grundeinstellungen#

EinstellungBedeutung
Pay-per-Use aktivierenDer Grundschalter
ZahlungsanbieterStripe oder Adyen
Betrag in Cent500 bedeutet 5,00 EUR. Bei Stripe liegt der Mindestbetrag für Euro bei 50 Cent
WährungAls ISO-Code, etwa EUR
InfotextOptionaler Hinweis auf dem Zahlungsbildschirm

Wann kassiert wird#

AuslöserAblauf
Session-StartEinmal vor Beginn der Aufnahme
Jeder DruckVor jedem Druckvorgang. Gesamtbetrag = Basisbetrag + (Aufpreis je Abzug × Anzahl)

Wie bezahlt wird#

  • Direkt — die Zahlungsseite öffnet sich auf der Fotobox.
  • QR — der Gast scannt mit dem eigenen Smartphone und bezahlt dort.

Für die QR-Zahlung empfiehlt sich eine Rücksprung-URL, damit der Gast nach der Zahlung nicht auf der lokalen Adresse der Fotobox landet, die sein Handy nicht erreicht.

Dazu einstellbar: ein Timeout in Sekunden und ob nach einem Fehlschlag ein neuer Versuch erlaubt ist.

Testmodus#

Im Testmodus wird keine echte Abbuchung ausgeführt. Damit lässt sich der ganze Ablauf durchspielen, bevor die Box öffentlich steht.

Zähler, Limits und Betriebszeiten

Zähler#

Zwei Zahlen je Event: Sessions gesamt und Drucke gesamt. Sie sind die Grundlage für die Abrechnung und für die Frage, ob das Papier reicht.

Zurückgesetzt werden sie unter "Meine Events" > "Zähler zurücksetzen"; die Aufnahmen selbst bleiben dabei erhalten.

Nutzungslimits#

EinstellungBedeutung
Sessions-LimitHöchstzahl an Sessions; 0 heißt unbegrenzt
Druck-LimitHöchstzahl an Abzügen; 0 heißt unbegrenzt
Popup-TextWas angezeigt wird, wenn das jeweilige Limit erreicht ist

Die Texte sind die eigentliche Arbeit an dieser Stelle: "Limit erreicht" verärgert, "Das Fotopaket ist aufgebraucht — bitte beim Veranstalter melden" erklärt.

Betriebszeiten#

Legt fest, wann die Fotobox überhaupt bedienbar ist. Außerhalb der Zeit liegt ein Bildschirm darüber, dessen Überschrift und Nachricht frei formulierbar sind.

KombinationWirkung
Nur Freigabezeit gesetztAb dieser Uhrzeit dauerhaft verfügbar
Nur Sperrzeit gesetztVerfügbar bis zu dieser Uhrzeit
Beide gesetztVerfügbar im Fenster dazwischen

Die Betriebszeit ist etwas anderes als der Zeitraum des Events: Der Zeitraum entscheidet, welches Event automatisch geladen wird; die Betriebszeit entscheidet, ob die geladene Box gerade bedienbar ist.

Buzzer, Licht und Relais

Alles in diesem Kapitel gehört zum Gerät: Es hängt an dieser Fotobox und bleibt beim Event-Wechsel unverändert.

Buzzer und Tastensteuerung#

Ein Buzzer ist für Gäste die natürlichere Bedienung als ein Bildschirm — draufhauen kann jeder. Technisch meldet sich ein kabelgebundener Buzzer wie eine Tastatur oder Maus.

EinstellungBedeutung
Buzzer-Steuerung aktivierenDer Grundschalter
Belegte TasteÜber "Taste erfassen" und anschließendes Drücken des Buzzers. Die linke Maustaste lässt sich nicht belegen, weil sie die normale Bedienung ist
Verhalten beim AuslösenSofort auslösen oder "Countdown starten" — Letzteres gibt den Gästen noch Zeit für die Pose
EntprellzeitSperrt weitere Auslösungen, damit mehrfaches Draufhauen nur ein Bild erzeugt
Automatischer Start nach0 ist aus, sonst startet der Countdown nach dieser Zeit von selbst
Zuordnung bei mehreren Buzzern"Abwechselnd pro Bild" gibt jedem Buzzer reihum ein Bild; der Hinweistext nennt dann den fälligen Buzzer

Getrennt wird nach Taste, nicht nach Gerät: Zwei Buzzer sind zwei Tasten, auch wenn sie an demselben USB-Empfänger hängen.

Funk-Buzzer über Bluetooth#

Ein Funk-Buzzer kommt ohne Kabel aus und wird an seiner Bluetooth-Adresse erkannt. Die steckt fest im Gerät, ist weltweit eindeutig und überlebt jedes Aufspielen neuer Firmware.

Einrichten: "Buzzer suchen" starten und währenddessen den Buzzer drücken, der zugeordnet werden soll — er erscheint dann als "gerade gedrückt". Eingetragene Funk-Buzzer tauchen anschließend im Abschnitt "Buzzer / Tastensteuerung" auf, wo eingestellt wird, was sie auslösen.

EinstellungBedeutung
Bei schwacher Batterie warnenDie Warnung bleibt stehen, bis sie bestätigt wird
Bei Verbindungsverlust warnenKurze Aussetzer werden übergangen; die Meldung nennt die wahrscheinliche Ursache
Wartezeit vor der VerlustmeldungSo lange wird erst neu verbunden, bevor der Verlust gemeldet wird
Hinweis beim EinschlafenErklärt dem nächsten Gast, warum der Buzzer zunächst nicht reagiert
Entprellzeit und Wartezeit nach dem AufweckenVerhindern, dass ein Weckdruck als zweite Aufnahme zählt

Lichtsteuerung#

Steuert die angeschlossene LED-Beleuchtung: Dauerlicht während des Betriebs und ein Auslöselicht im Moment der Aufnahme. Das Auslöselicht wird beim Kamerabereich freigegeben ("LightControl Auslöselicht aktivieren", nur für Fotos).

Relais#

Schaltet angeschlossene Geräte über ein USB-Relais — etwa eine Ringleuchte, einen Blitz oder eine Steckdose, die zusammen mit der Fotobox angehen soll.

Zugänge und Konten

Hier stehen die Zugangsdaten. Sie gehören zum Gerät und gelten für alle Events. Was eine Veranstaltung damit tut, steht beim Event: unter Cloud und E-Mail beziehungsweise Pay-per-Use.

Diese Trennung hat einen handfesten Grund: Ein weitergegebenes Event-Paket enthält niemals Zugangsdaten. Wer ein Event als Vorlage verschickt, verschickt nicht sein Dropbox-Konto mit.

Cloud-Konto#

Unterstützt werden Dropbox, Google Drive und der RAWCaptureBooth Selfhosted-Server.

Die Anmeldung läuft über den Browser: Ein Assistent öffnet die Freigabeseite des Anbieters, dort wird der Zugriff bestätigt und der Code zurück in die Fotobox übernommen.

Zusätzlich lässt sich ein Basisordner festlegen. Darunter legt jedes Event seinen eigenen Ordner an, benannt nach seiner Kennung.

Mail-Zugang (SMTP)#

Der Postausgang, über den die Box verschickt: Host, Port, Benutzername, Passwort und Verschlüsselung (STARTTLS oder SSL/TLS). Ein Zugang für alle Events.

Zahlungsanbieter#

Schlüssel und Zugänge für Stripe oder Adyen — ein Anbieterkonto für alle Events. Ein leeres Feld für den geheimen Schlüssel behält den bereits hinterlegten Schlüssel.

Betrag, Auslöser und Ablauf der Zahlung stehen beim Event.

Outbox

Die Outbox ist die Warteschlange des Geräts. Was gerade nicht raus kann — weil kein Netz da ist, der Server nicht antwortet oder der Mailversand scheitert — landet hier und wird später automatisch nachgeholt.

Sie gehört bewusst zum Gerät und nicht zum Event: Die einzelnen Aufträge wissen, zu welchem Event sie gehören, und überdauern einen Event-Wechsel. Ein Upload von gestern geht also auch dann noch raus, wenn längst die nächste Feier geladen ist.

Was drinsteht#

Je Auftrag: worum es geht (Cloud-Upload oder Mail), zu welchem Event er gehört, wann er entstand und woran der letzte Versuch gescheitert ist.

EinstellungBedeutung
Retry-IntervallIn welchem Abstand die Outbox automatisch erneut versendet

Einzelne Einträge lassen sich löschen, ebenso die ganze Liste.

Systemeinstellungen

Der Sammelpunkt für alles, was diese Fotobox als Gerät betrifft.

Einrichtung#

Die Liste, die durch die erste Einrichtung führt — beschrieben unter Erster Start.

Admin-PIN ändern#

Die PIN für den Admin-Bereich. Solange die Werksvorgabe 0000 gilt, kommt jeder hinein.

Automatisches Speichern#

Ist der Schalter an, wird jede Änderung sofort übernommen und die Speichern-Knöpfe verschwinden; das gilt auch für den Layout-Editor.

Nicht betroffen sind Knöpfe, die etwas auslösen statt zu speichern — Testdruck, Werksreset, Cloud-Upload nachholen und Ähnliches. Die brauchen weiterhin einen bewussten Klick.

EinstellungBedeutung
Nur den gewählten UnterbereichEs wird ein Unterbereich gezeigt; gewechselt wird über Seitenleiste oder Suche
Alle untereinanderDie frühere Darstellung: alle Unterbereiche eines Menüpunkts untereinander

Dazu: welcher Bereich beim Öffnen erscheint, ob Akkordeons auf- oder zugeklappt starten und ob die Knöpfe für Bildschirmtastatur und Layout-Editor sichtbar sind.

Timeouts & Fehlermeldungen#

Nach diesen Zeiten bricht die Software einen Schritt ab, der nicht antwortet, und zeigt eine Fehlermeldung. Sie sind eine Notbremse gegen Hängenbleiben, keine Wartezeit für Gäste.

Anzufassen sind sie nur, wenn im Betrieb Schritte abbrechen, die eigentlich funktionieren: eine langsame Kamera, ein schwacher Rechner oder eine dünne Mobilfunkverbindung brauchen länger als die Vorgabe. Zu knapp gesetzt verwirft die Box laufende Aufnahmen und Übertragungen ohne Not.

Die Werte hängen an Kamera, Rechner und Netz und gelten deshalb für alle Events.

Online-/Offline-Modus#

Schaltet die Box bewusst in den Offline-Betrieb. Der Bereich listet auf, was dann nicht angeboten wird — Cloud-Upload, Mailversand, QR-Codes zum Web-Fotoalbum.

Fernverwaltung#

Die Fotobox meldet ihren Zustand an einen Webserver und nimmt von dort Befehle entgegen.

EinstellungBedeutung
Fernverwaltung aktivierenDer Grundschalter
WebserverDer von RAW-Designs betriebene Server oder ein eigener
EinrichtungsschlüsselWird im Management-Portal eingetragen, damit die Box dem eigenen Konto zugeordnet wird
Serveradresse und API-SchlüsselNur beim eigenen Webserver
Melde-AbstandZwischen 10 und 3600 Sekunden
FernwartungsprogrammWas der Befehl "Fernwartung starten" öffnet, etwa TeamViewer oder AnyDesk

Gemeldet werden Zustand und Auslastung des Rechners, Zähler, aktivierte Funktionen und aufgetretene Fehler — keine Bilder.

Lizenzverwaltung#

Zeigt Lizenztyp, Restlaufzeit, Ausstellungsdatum und den Zeitpunkt der letzten Synchronisierung. Hier wird ein Schlüssel aktiviert und, vor einem Gerätewechsel, wieder freigegeben.

Sichern und wiederherstellen#

Eine Sicherung umfasst das ganze Gerät — sämtliche Events, Einstellungen und Konten. Sie ist die Rückfallebene für Gerätewechsel und Ausfall.

Für die Weitergabe eines einzelnen Events an Kunden oder eine zweite Box ist dagegen das Event-Paket der richtige Weg, siehe Events verwalten — es enthält keine Zugangsdaten.

System#

Neustart und Beenden der Software, Neustart und Herunterfahren des Rechners, dazu:

  • Konfiguration prüfen — sucht fehlende oder ungültige Felder und repariert sie. Hilft, wenn nach einem Update etwas nicht mehr greift.
  • UI-Cache leeren — leert den Browser-Cache des Kiosk-Modus, damit Änderungen sofort sichtbar werden.
  • Rand-Wischgesten — abschalten, damit ein Wisch vom Bildschirmrand nicht Windows öffnet.
  • Debug-Konsole — für die Fehlersuche; dafür sollte die Anwendung im Fenster-Modus laufen.

Layout-Editor

Ein Layout bestimmt, wie das fertige Bild aussieht: wie viele Aufnahmen darauf sind, wo sie sitzen, was drumherum steht. Layouts gehören zum Event.

Geöffnet wird der Editor über "Layout-Editor" im Menü oder über das Symbol oben in der Kopfzeile des Admin-Bereichs.

Der Aufbau#

TeilWozu
LeinwandDie Fläche des fertigen Bildes. Gängige Größen sind hinterlegt, eigene lassen sich anlegen und benennen
PlatzhalterDie Bildplätze, in die später die Aufnahmen kommen. Ihre Anzahl bestimmt, wie viele Aufnahmen eine Session macht
ElementeGrafiken, Texte, Formen und Hintergründe
EbenenDie Liste aller Elemente, mit Reihenfolge, Ein- und Ausblenden und Bearbeiten
EffekteWirkung auf einzelne Elemente, etwa Rahmen oder Schatten
VorschauZeigt das Layout mit dem Vorschaufoto gefüllt

Ein Layout anlegen#

  1. Leinwandgröße wählen, passend zum Papierformat (etwa 6 × 4 oder Fotostreifen).
  2. Platzhalter einfügen und anordnen.
  3. Grafiken und Texte hinzufügen — Logo, Datum, Namen, Rahmen.
  4. Über die Ebenen die Reihenfolge festlegen: Was über dem Foto liegen soll, gehört nach oben.
  5. Speichern, danach in der Vorschau prüfen.
  6. Im Bereich "Aufnahmemodi & Layout-Zuordnung" das Layout für den gewünschten Modus freigeben.

Schriftarten#

Texte verwenden installierte Schriften. Fehlt eine, meldet der Editor das ausdrücklich — sonst würde das gedruckte Bild anders aussehen als die Vorschau.

Schriften gehören zum Event und werden mit einem Preset oder einem Event-Paket weitergegeben.

Import und Export#

  • Layout exportieren schreibt eine ZIP-Datei mit dem Layout und seinen Grafiken.
  • Layout importieren liest sie wieder ein — auch auf einer anderen Box.
  • Zusätzlich lassen sich Vorlagen im dslrBooth- und LumaBooth-Format direkt importieren, wie sie etwa bei Vorlagenanbietern erhältlich sind.

Web-Fotoalbum

Das Web-Fotoalbum ist die Galerie im Internet: Gäste scannen den QR-Code auf dem Startbildschirm und blättern die Bilder der Veranstaltung auf dem eigenen Handy durch.

Drei Wege, drei Erscheinungsbilder#

Welches Upload-Ziel unter "Cloud & Mail" eingestellt ist, entscheidet, was der Gast nach dem Scannen sieht. Bilder bekommt er in allen drei Fällen.

Upload-ZielWas Gäste sehenZugang
RAWCaptureBooth Selfhosted-ServerEine eigene Album-Seite mit allen Bildern der VeranstaltungZugangscode des Events, er steckt im Link
DropboxDen freigegebenen Event-Ordner in der Dropbox-Ansicht, mit Vorschau und DownloadWer den Link hat, kommt hinein; kein Konto nötig
Google DriveDen freigegebenen Event-Ordner in der Drive-AnsichtWer den Link hat, kommt hinein; kein Konto nötig

Den Freigabelink legt die Software selbst an: Beim ersten Bedarf wird der Ordner der Veranstaltung freigegeben und der QR-Code auf genau diesen Ordner gesetzt — nicht auf den übergeordneten Ordner, sonst wären alle Events zu sehen.

Zugangscode und Kennung#

Beim Event gehören drei Angaben zusammen:

AngabeRolle
NameWas im Album als Überschrift steht
KennungDer Ordner, in dem die Bilder landen — bei Dropbox und Google Drive der Ordner, auf den der QR-Code zeigt
ZugangscodeWomit die Album-Seite des Selfhosted-Servers geöffnet wird; er steckt dort im Link

Der QR-Code#

Der QR-Code auf dem Startbildschirm wird unter "QR-Codes" eingestellt, siehe QR-Codes. Im Regelfall wird die Adresse automatisch aus dem aktiven Upload-Ziel ermittelt; bei einer eigenen Domain lässt sie sich manuell aus Basis-URL und Parameter zusammensetzen.

Was Gäste dort tun können#

Bilder ansehen und herunterladen — bei Dropbox und Google Drive in der Ansicht des Anbieters, beim Selfhosted-Server auf der Album-Seite. Was darüber hinaus möglich ist, etwa ein Zugang für den Veranstalter zur Verwaltung des Albums, hängt von der Fassung des Selfhosted-Servers ab und steht in dessen Dokumentation.

Server aktuell halten#

Wenn das Album leer bleibt#

BeobachtungUrsache
Keine Bilder im AlbumDer Cloud-Upload ist aus, oder alle Aufträge stehen noch in der Outbox
QR-Code führt ins LeereZugangscode oder Kennung nach dem Verteilen geändert, oder das Upload-Ziel wurde gewechselt
Album zeigt fremde BilderZwei Events verwenden denselben Zugangscode beziehungsweise dieselbe Kennung — jedes Event braucht eigene
Nur ältere Bilder sichtbarKein Netz während der Feier; die Nachzügler kommen, sobald die Outbox abgearbeitet ist
Bei Dropbox kein LinkDas Dropbox-Konto ist nicht bestätigt — ohne Bestätigung erlaubt Dropbox keine Freigaben

Sprach-Editor

Der Sprach-Editor ändert die Texte der Oberfläche, ohne dass eine neue Programmversion nötig wäre. Gedacht ist er für zwei Fälle: eine Formulierung soll anders klingen, oder eine Übersetzung fehlt beziehungsweise passt nicht.

Zu finden im Admin-Bereich unter "Sprache".

Aufbau#

Die Liste zeigt je Zeile drei Spalten:

SpalteInhalt
KeyDie technische Kennung des Textes — sie bleibt unverändert
ReferenzDer Text in der Referenzsprache, als Vorlage
ÜbersetzungDer Text in der bearbeiteten Sprache

Oben stehen die Auswahl der Sprache, ein Filter über Kennung und Text sowie der Schalter "Nur fehlende anzeigen". Eine Statuszeile nennt die Gesamtzahl der Einträge und wie viele davon ohne Übersetzung sind.

"Referenz übernehmen" kopiert den Text aus der Referenzspalte — nützlich als Ausgangspunkt. "Zurücksetzen" stellt den ausgelieferten Text wieder her.

Vorgehen#

  1. Sprache wählen.
  2. Über den Filter die betreffende Stelle suchen — am schnellsten, indem der Text eingetippt wird, der an der Box zu sehen ist.
  3. Übersetzung eintragen.
  4. "Änderungen speichern".

Der Veranstaltungstag

Ein bis zwei Tage vorher#

  • Event angelegt und geladen, Name und Zeitraum stimmen
  • Layouts geprüft: Sind es die richtigen und passen Logo und Datum?
  • Probelauf komplett: Aufnahme, Layout, Druck, QR-Code scannen, Web-Fotoalbum öffnen
  • Verbrauchsmaterial gezählt: Papier und Farbband für die erwartete Zahl an Abzügen
  • Event als Paket auf einen USB-Stick exportiert (ohne Aufnahmen) — die Rückfallebene, falls die Box getauscht werden muss
  • Schnelleinstellungs-PIN vergeben und notiert
  • Freien Speicherplatz geprüft
  • Softwareaktualisierung: entweder rechtzeitig vorher erledigt oder bewusst verschoben

Aufbau vor Ort#

  • Box aufgestellt, Kamera ausgerichtet, Beleuchtung geprüft
  • Kamera auf M, Akkufach mit Netzteil oder vollem Akku, Abschaltautomatik aus
  • Drucker angeschlossen, Papier eingelegt, Testdruck gemacht
  • WLAN verbunden, falls Cloud, Mail oder Web-Fotoalbum genutzt werden
  • Eine echte Testsession durchgespielt und das Ergebnis am Papier geprüft
  • Testaufnahmen wieder gelöscht, Zähler zurückgesetzt
  • Vollbild aktiv, Admin-Bereich geschlossen

Übergabe an den Veranstalter#

Kurz zeigen und auf einem Zettel hinterlassen:

  1. Wie eine Session startet und was auf dem Bildschirm passiert.
  2. Wo das Schnelleinstellungs-Menü sitzt und wie die PIN lautet.
  3. Was zu tun ist, wenn das Papier leer ist.
  4. Eine Telefonnummer für den Notfall.

Welche Schalter der Veranstalter überhaupt bekommt, steht unter Schnelleinstellungen für den Veranstalter.

Während der Feier#

BeobachtungReaktion
Schlange wird langGIF und Boomerang abschalten, Countdown verkürzen
Drucker leerPapier wechseln; die Warteschlange läuft danach weiter
Kein Netz mehrAuf Offline-Betrieb schalten; Uploads und Mails werden nachgeholt
Bilder zu dunkelNicht an der Belichtung drehen, sondern die Beleuchtung prüfen — mitten im Betrieb ist eine Änderung riskant
Box reagiert nichtSoftware neu starten. Das geladene Event kommt automatisch wieder hoch, wenn ein Zeitraum eingestellt ist

Abbau#

  • Letzte Uploads abgewartet: Outbox leer?
  • Aufnahmen gesichert — zum Beispiel über den Export des Events samt Aufnahmen
  • Wenn ein Web-Fotoalbum läuft: dem Kunden Link und Zugangscode geben
  • Kamera und Drucker abstöpseln, Box abbauen
  • Event archivieren, sobald der Kunde alles hat

Kurzanleitung für den Veranstalter

Diese Seite ist zum Ausdrucken gedacht und richtet sich an den Veranstalter, also den Kunden, der die Fotobox für einen Abend bekommt. Vor dem Ausdrucken die Angaben in eckigen Klammern ersetzen.


Fotobox bedienen#

Ein Bild machen

  1. Auf Start tippen — oder auf den Buzzer drücken.
  2. Aufstellen, Countdown abwarten, lächeln.
  3. Das fertige Bild erscheint. Von dort geht es zum Drucken, Versenden oder Teilen.

Bilder ansehen

Über den Galerie-Knopf auf dem Startbildschirm. Dort liegen alle Bilder des Abends.

Bilder aufs Handy

Den QR-Code auf dem Startbildschirm scannen. Der führt zur Online-Galerie mit allen Bildern.


Wenn etwas klemmt#

Was passiertWas zu tun ist
Papier ist leer[Ersatzpapier liegt: ______]. Kassette herausziehen, Papier einlegen, wieder einschieben. Der Druckauftrag läuft danach von selbst weiter
Kein Ausdruck kommtEine Minute warten — der Drucker braucht für ein Bild etwa [__] Sekunden. Kommt nichts, Drucker aus- und wieder einschalten
Bildschirm reagiert nichtEinmal fest antippen. Hilft das nicht: im Schnelleinstellungs-Menü "Software neu starten"
Bilder sind zu dunkel oder zu hellNicht an der Kamera drehen. Licht im Raum ändern oder anrufen
Kamera zeigt kein BildKamera aus- und wieder einschalten. Danach die Software neu starten
Gar nichts geht mehrAnrufen: [Name, Telefonnummer]

Das Schnelleinstellungs-Menü#

Hier lassen sich einzelne Funktionen während der Feier umschalten — etwa der Druck, wenn das Papier zur Neige geht.

  • Öffnen: [Pfeil-Knopf am Bildschirmrand / Ecke rechts unten gedrückt halten]
  • PIN: [____]

Was dort umgeschaltet werden kann, hat der Betreiber festgelegt. Alles, was nicht im Menü steht, bleibt wie eingerichtet.


Gut zu wissen#

  • Die Bilder werden [auch online gespeichert / nicht online gespeichert]. Die Online-Galerie ist bis [Datum] erreichbar.
  • Enthalten sind [Anzahl] Ausdrucke. Danach [ist Schluss / geht es gegen Aufpreis weiter].
  • Aufgebaut wurde von [Name], Abbau ist ab [Uhrzeit] geplant.
  • Fragen am Abend: [Telefonnummer]

Schnelleinstellungen für den Veranstalter

Das Schnelleinstellungs-Menü ist nicht für den Betreiber gedacht, sondern für den Veranstalter — also den Kunden, der die Box für einen Abend hat. Es gibt ihm einen mit PIN geschützten Bereich, in dem er auf einen ausgefallenen Drucker, ein totes WLAN oder eine zu lange Schlange reagieren kann, ohne dass der Betreiber anreisen muss.

Eingerichtet wird es im Admin-Bereich unter "Schnelleinstellungen"; es gehört zum Event, ist also je Veranstaltung anders einstellbar. Bei einer Firmenfeier oft gar nichts, bei einer Hochzeit mit Ansprechpartner durchaus etwas.

Einrichten#

  1. PIN vergeben (4 bis 12 Ziffern). Mit ihr öffnet der Veranstalter das Menü. "PIN entfernen" gibt das Menü ohne PIN frei.
  2. Zugang festlegen: über den sichtbaren Pfeil-Knopf, über eine unsichtbare Ecke rechts unten am Bildschirm oder über beides. Zusätzlich lässt sich eine Druckdauer einstellen — die Fläche muss dann einige Sekunden gehalten werden, damit ein Gast sie nicht zufällig trifft.
  3. Berechtigungen anhaken: Jeder einzelne Schalter wird freigegeben oder gesperrt. Was nicht angehakt ist, taucht im Menü gar nicht erst auf.

Optional lässt sich das Menü zusätzlich mit der Admin-PIN öffnen.

Die Berechtigungen im Schnelleinstellungs-Menü
Jeder Schalter wird einzeln freigegeben; was nicht angehakt ist, taucht im Menü gar nicht erst auf.

Was freigegeben werden kann#

GruppeSchalter
StartseiteGalerie-Knopf, Kontakt-Knopf
Bild & SessionAufnahmemodi, Filter, "Bild dekorieren", digitaler Hintergrund, Countdown-Töne, Buzzer beziehungsweise Tastensteuerung
AusgabeDruck, automatischer Druck, E-Mail-Versand
Teilen & OnlineCloud-Upload, Web-Fotoalbum-QR, Einzelbild-QR, Online-/Offline-Betrieb
SystemSoftware neu starten oder beenden, PC neu starten oder herunterfahren

Empfehlung für die Übergabe#

Sinnvoll ist eine kleine, klar erklärte Auswahl statt aller Schalter. Bewährt hat sich:

  • Druck — falls das Papier ausgeht oder der Drucker streikt.
  • Cloud-Upload und Online-/Offline-Betrieb — falls das WLAN am Veranstaltungsort ausfällt.
  • Aufnahmemodi — um GIF und Boomerang abzuschalten, wenn die Schlange zu lang wird.

Daten und Datenschutz

Wo die Aufnahmen liegen#

Alle Aufnahmen gehören zu einem Event und liegen in dessen Ordner:

%LOCALAPPDATA%\RAWCaptureBooth\events\<Event>\
├── sessions\    je Sitzung: Rohbilder, bearbeitete Bilder, Layout-Bilder, Animationen
└── gallery\     Galerie mit Vorschaubildern

Ein Event-Wechsel schiebt nichts um: Die Aufnahmen bleiben bei ihrem Event und tauchen wieder auf, sobald es geladen wird.

Welche Wege ein Bild nehmen kann#

WegWohinWann
DruckPapierSofort oder auf Wunsch des Gastes
Cloud-UploadDropbox, Google Drive, eigener ServerAutomatisch oder auf Nachfrage
E-MailAdresse, die der Gast eintipptAuf Wunsch des Gastes
Web-FotoalbumAlbum-Seite des Selfhosted-Servers oder freigegebener Cloud-Ordner, per QR-Code erreichbarWenn freigegeben
Einzelbild-QREin einzelnes Bild, per QR-CodeWenn freigegeben
Live-Ordner-ExportOrdner auf diesem Rechner, etwa ein USB-StickLaufend während der Feier

Jeder dieser Wege lässt sich je Event einzeln abschalten. Was aussteht, weil gerade kein Netz da ist, sammelt die Outbox und schickt es nach, sobald die Verbindung zurück ist.

Privacy-by-default#

"Datenverarbeitung" > "Privacy-by-Default" löscht die Sitzungsdaten unmittelbar nach jeder Session. Beim Einschalten fragt die Software, ob E-Mail, Cloud-Upload, Galerie, QR-Codes und der Live-Ordner-Export gleich mit abgeschaltet werden sollen.

Sinnvoll ist die Einstellung dort, wo nichts zurückbleiben soll: Betriebsfeiern mit strengen Vorgaben, Veranstaltungen in Behörden, Messeauftritte mit Datenschutzauflagen.

Aufnahmen herausgeben#

"Datenverarbeitung" > "Event-Aufnahmen exportieren" schreibt die Bilder des geladenen Events in einen Zielordner. Ausgewählt wird, was mitkommen soll:

  • Bilder mit Layout
  • Unbearbeitete Einzelaufnahmen
  • Bearbeitete Einzelaufnahmen
  • Animationen (GIF und Boomerang)

Im Zielordner entstehen die Unterordner "Layout-Bilder", "Roh-Bilder", "Bearbeitete Bilder" und "Animationen". Aufnahmen anderer Events bleiben unberührt.

Soll das ganze Event mitsamt Einstellungen weitergegeben oder gesichert werden, ist der Export als Event-Paket der bessere Weg, siehe Events verwalten.

Aufnahmen löschen#

"Datenverarbeitung" > "Event-Aufnahmen löschen" entfernt alle Sessions, Ausgaben und Einzelaufnahmen des geladenen Events dauerhaft. Andere Events bleiben unberührt.

Alternativ lässt sich beim Löschen eines ganzen Events entscheiden, ob die Aufnahmen mitgehen.

Was der Betreiber den Gästen sagen sollte#

Die Software bringt dafür eigene Bildschirme mit, die je Event eingestellt werden:

  • Nutzungs- und Datenschutzhinweise — ein Hinweis-Screen vor der ersten Aufnahme.
  • Eigene HTML-Seite — für einen selbst formulierten Text, etwa eine Einwilligungserklärung.

Was dort steht, ist Sache des Betreibers und hängt von Veranstaltung und Rechtslage ab. Die Software erzwingt keinen Text.

Fehlerbehebung

Erste Handgriffe#

Wenn etwas klemmt und die Feier läuft, in dieser Reihenfolge:

  1. Nichts umstellen. Mitten im Betrieb an Einstellungen zu drehen, macht die Lage unübersichtlich.
  2. Software neu starten. Ist ein Zeitraum für das Event hinterlegt, kommt genau dieses Event von selbst wieder hoch.
  3. Kabel prüfen. Kamera und Drucker, beide Enden.
  4. Erst danach in den Admin-Bereich.

Kamera#

SymptomUrsache und Abhilfe
"Keine Kamera erkannt"Kamera aus, im Ruhezustand oder von einem anderen Programm belegt. Einschalten, andere Programme schließen, "Erkennung aktualisieren"
Livebild schwarzObjektivdeckel; oder Blitz-Einstellungen ohne Aufhellung des Livebildes; oder Livebild an der Kamera gesperrt
Auslösen ohne BildDer Autofokus findet nichts. Am Objektiv auf manuellen Fokus umstellen
Kamera schläft einAbschaltautomatik der Kamera aus, Windows-Energieoptionen prüfen
Aufnahme bricht abUnter "Kamera" > "Zeitlimits" die Werte erhöhen
Nach Kabelwechsel totKamera aus- und wieder einschalten, dann "Erkennung aktualisieren"

Drucker#

SymptomUrsache und Abhilfe
Kein AusdruckDrucker offline oder in Windows pausiert. Windows-Warteschlange prüfen
Aufträge stauen sichPapier oder Farbband leer. Nach dem Nachlegen läuft die Warteschlange weiter
Bild sitzt schiefPapierformat im Treiber prüfen, dann die Korrektur je Drucker
Streifen im falschen FormatFür die Streifen wurde die Warteschlange ohne 2″-Schnitt eingetragen
Es wird zu viel gedrucktBeim Event unter "Fotodruck" die Höchstzahl für Gäste begrenzen

Netz, Cloud und E-Mail#

SymptomUrsache und Abhilfe
Nichts wird hochgeladenKein Netz. Die Outbox sammelt die Aufträge und holt sie später nach
Outbox wächstErst prüfen, ob überhaupt eine Verbindung besteht; danach das Konto unter "Zugänge & Konten"
QR-Code führt ins LeereDer Zugangscode des Events wurde nach dem Verteilen geändert
Mails kommen nicht anMail-Konto prüfen, Testmail senden; oft liegt es am Spam-Ordner beim Empfänger

Bildschirm und Bedienung#

SymptomUrsache und Abhilfe
Bildschirm wird dunkelWindows-Energieoptionen; Punkt "Windows für den Fotobox-Betrieb vorbereiten" in der Einrichtungsliste
Wischen vom Rand öffnet WindowsRand-Wischgesten abschalten, siehe derselbe Punkt
Oberfläche zu groß oder zu klein"Anzeige & Skalierung" prüfen
Admin-Bereich reagiert nicht mehrSeite neu laden; wenn es bleibt, Software neu starten

Events#

SymptomUrsache und Abhilfe
Galerie plötzlich leerEs ist ein anderes Event geladen. Unter "Meine Events" das richtige laden
Falsche LayoutsEbenfalls das falsche Event — oder im Assistenten ein anderes Preset als Grundlage
Event wurde nicht automatisch geladenEs hat keinen Zeitraum, sondern nur ein Datum. Zeitraum unter "Zeitraum/Planung" setzen
Nach dem Import fehlt allesDas importierte Event ist angelegt, aber noch nicht geladen. In der Liste "Laden" antippen

Wenn nichts hilft#

  1. Unter "Systemeinstellungen" eine Sicherung anlegen, solange das Gerät noch läuft.
  2. Die Protokolle liegen unter %LOCALAPPDATA%\RAWCaptureBooth\logs.
  3. Beschreibung, was zuletzt getan wurde, zusammen mit dem Protokoll an hello@rawcapturebooth.app.

Häufige Fragen

Events und Einstellungen#

Ich habe ein anderes Event geladen — sind meine Bilder weg? Nein. Aufnahmen liegen im Ordner ihres Events und erscheinen wieder, sobald es geladen wird.

Warum sieht die Box nach dem Event-Wechsel anders aus? Weil Layouts, Grafiken, Farben und Freigaben zum Event gehören. Kamera und Drucker bleiben, wie sie sind.

Kann ich ein laufendes Event nachträglich ändern? Ja. Im Event-Assistenten "Geladenes Event neu einrichten" wählen — Zähler und Aufnahmen bleiben dabei unberührt.

Wie bekomme ich dieselbe Einrichtung auf eine zweite Box? Über ein Event-Paket (mit Zugangscode, für dieselbe Veranstaltung) oder über ein Preset (ohne Zugangscode, als Vorlage).

Warum wurde mein geplantes Event nicht automatisch geladen? Weil es nur ein Datum hat, keinen Zeitraum. Automatisch geladen werden nur Events mit ausdrücklich gesetztem Zeitraum.

Kamera und Druck#

Die Kamera wird nicht erkannt. Kamera einschalten, andere Programme schließen, die auf sie zugreifen, dann "Erkennung aktualisieren". Bei Canon ist nach dem Aktivieren des Treibers ein Neustart nötig.

Warum ist das Livebild fast schwarz, das Foto aber richtig belichtet? Weil die Kamera für Blitzaufnahmen eingestellt ist. Abhilfe: "Livebild über die Kamera aufhellen".

Warum lassen sich Blende und ISO nicht ändern? Weil die Kamera nicht im manuellen Modus (M) steht. In den Automatikmodi sind die Werte gesperrt.

Wie bekomme ich Fotostreifen und 6 × 4 gleichzeitig? Denselben Drucker in Windows zweimal anlegen — einmal ohne Schnitt als Hauptdrucker, einmal mit 2″-Schnitt als Fotostreifen-Drucker.

Der Ausdruck sitzt nicht mittig. Erst das Papierformat im Druckertreiber prüfen, dann die Korrektur je Drucker einstellen. Die Offsets beim Event erst danach.

Teilen und Datenschutz#

Der QR-Code führt ins Leere. Meist wurden Zugangscode oder Kennung des Events nach dem Verteilen geändert, oder das Upload-Ziel wurde gewechselt. Bei Dropbox kann auch ein unbestätigtes Konto die Ursache sein — ohne Bestätigung erlaubt Dropbox keine Freigabelinks.

Bekommen Gäste auch bei Dropbox oder Google Drive alle Bilder? Ja. Der QR-Code führt dort auf den freigegebenen Ordner der Veranstaltung, mit Vorschau und Download. Der Unterschied zum Selfhosted-Server ist die Oberfläche: Dort gibt es eine eigene Album-Seite mit Zugangscode statt der Ansicht des Cloud-Anbieters.

Nichts wird hochgeladen. Meist fehlt schlicht das Netz. Die Aufträge stehen dann in der Outbox und gehen später automatisch raus.

Wie stelle ich sicher, dass nichts auf der Box zurückbleibt? Privacy-by-default aktivieren und dabei den Live-Ordner-Export mit abschalten — er legt sonst dauerhafte Kopien im Zielordner ab.

Können Gäste die Bilder anderer sehen? An der Box ja, sobald die Galerie aktiv ist. Wo das nicht gewünscht ist: Galerie abschalten und nur den Einzelbild-QR anbieten.

Betrieb#

Der Bildschirm wird während der Feier dunkel. Windows-Energieoptionen. Der Punkt "Windows für den Fotobox-Betrieb vorbereiten" in der Einrichtungsliste erledigt das.

Ein Wisch vom Bildschirmrand öffnet Windows. Rand-Wischgesten abschalten, ebenfalls über diesen Punkt.

Die Box kehrt nicht zum Startbildschirm zurück, sondern zeigt die Diashow. Dann ist der Bildschirmschoner schneller eingestellt als die Rückkehr zum Startbildschirm. Beide Zeiten aufeinander abstimmen.

Darf ich am Veranstaltungstag aktualisieren? Besser nicht. Ein Update kann Einstellungen umbauen oder einen Neustart verlangen.

Was passiert bei einem Stromausfall? Die Box startet neu und lädt das Event, dessen Zeitraum gerade läuft. Ohne Zeitraum läuft das zuletzt geladene Event weiter.

Lizenz#

Kann ich die Lizenz auf ein anderes Gerät umziehen? Ja — vorher unter "Lizenzverwaltung" freigeben. Bei einem defekten Gerät lässt sich der Arbeitsplatz über die Lizenzverwaltung am Server freigeben.

Läuft die Box ohne Internet? Ja. Aufnahme, Layout, Druck und Galerie brauchen kein Netz. Nur Versand, Upload und die Lizenzprüfung holen später nach.

Glossar

BegriffBedeutung
EventEine Veranstaltung mit eigenen Einstellungen, Layouts, Grafiken und Aufnahmen. Geladen ist immer genau eines
Event-PaketEine Datei mit einem ganzen Event — Einstellungen, Layouts, Zugangscode, auf Wunsch mit Aufnahmen. Zum Sichern und Umziehen
PresetVorlage aus Einstellungen, Layouts, Schriften und Grafiken, ohne Aufnahmen und ohne Zugangscode
KennungDer aus dem Event-Namen abgeleitete Ordnername in der Cloud
ZugangscodeWomit das Web-Fotoalbum geöffnet wird; steckt in QR-Codes und Links
SessionEin Durchlauf: vom Start über die Aufnahmen bis zum fertigen Bild
LayoutDie Gestaltung des fertigen Bildes: Bildplätze, Rahmen, Texte, Grafiken
PlatzhalterEin Bildplatz im Layout. Ihre Anzahl bestimmt die Zahl der Aufnahmen je Session
AufnahmemodusFoto, GIF oder Boomerang
BoomerangKurze Animation, die vor- und zurückläuft
FilterBildlook, der nach der Aufnahme gewählt werden kann, etwa Schwarz-Weiß
Bild dekorierenBemalen und Bekleben des fertigen Bildes durch die Gäste
Digitaler HintergrundAustausch des Hintergrunds per Greenscreen oder KI
Chroma-KeyFreistellung anhand der Farbe eines Greenscreen-Tuchs
LivebildDas laufende Kamerabild auf dem Bildschirm
CountdownDie Zählung vor dem Auslösen
BuzzerAuslösetaste; kabelgebunden als Tastatureingabe oder als Funk-Buzzer über Bluetooth
GalerieDie Bildübersicht an der Fotobox selbst
Web-FotoalbumDie Online-Galerie der Veranstaltung, erreichbar per QR-Code
Einzelbild-QRQR-Code für genau ein Bild, statt für die ganze Galerie
OutboxWarteschlange für Uploads und Mails, die noch nicht raus konnten
Live-Ordner-ExportLaufende Ablage der fertigen Bilder in einem Ordner, etwa auf einem USB-Stick
Privacy-by-defaultSitzungsdaten werden unmittelbar nach der Session gelöscht
SchnelleinstellungenMit PIN geschütztes Menü für den Veranstalter während der Feier
BetriebszeitenZeitfenster, in dem die Box überhaupt bedienbar ist
ZeitraumZeitspanne eines Events; entscheidet, wann es automatisch geladen wird
NutzungslimitHöchstzahl an Sessions oder Drucken je Event
Pay-per-UseBezahlung durch den Gast vor der Session oder vor dem Druck
Drucker-PoolMehrere Drucker teilen sich die Aufträge
FotostreifenSchmales Druckformat, beim Drucker über den 2″-Schnitt erzeugt
Kiosk-BetriebVollbild ohne Windows-Bedienelemente
FernverwaltungZustandsmeldung an einen Webserver samt Befehlen von dort
Selfhosted-ServerEigener Webserver für Upload und Web-Fotoalbum
EinrichtungslisteDie Liste im Admin-Bereich, die durch die erste Einrichtung führt
KundenformularHTML-Datei, mit der Kunden ihre Wünsche eintragen; wird eingelesen

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